Rolf Uliczka im Interview über seinen neuen Krimi »Manningatod in Pewsum«

Ostfrieslandkrimi-Autor Rolf Uliczka im Interview zu seinem neuen Buch »Manningatod in Pewsum«

Interview zum Ostfrieslandkrimi »Manningatod in Pewsum«

1. Ihr neuer Ostfrieslandkrimi »Manningatod in Pewsum« wurde veröffentlicht. Was erwartet interessierte Leserinnen und Leser?

Rolf Uliczka: Meine lieben Leserinnen und Leser erwartet ein spannungsgeladener Ostfrieslandkrimi mit viel Lokalkolorit und Herzblut. Wie schon der Tatort vermuten lässt, erfahren wir aber auch einiges über die Historie der Burg und in welcher Weise diese in dem kleinen, unscheinbar wirkenden ostfriesischen Ort Pewsum mit mittelalterlichen europäischen Königshäusern verbunden war. Für Spannung sorgen mehrere Tatverdächtige, die nicht nur ein Motiv hatten, sondern sich auch noch zur Tatzeit in Tatortnähe aufgehalten haben. Viel Spaß beim Miträtseln. Lasst euch überraschen …

2. Wie gehen Sie bei der Recherche vor, wenn Sie reale Orte in Ihre Ostfrieslandkrimis einbinden? Läuft das im Jahr 2025 alles über Internet und Google Maps oder besuchen Sie ganz klassisch Ihre Schauplätze?

Rolf Uliczka: Sowohl als auch. Seit sechzehn Jahren wohne ich mit meiner lieben Frau bei den Saterfriesen im Saterland, das sogar mit der »Saterfriesischen Sprache« als »kleinste Sprachinsel Europas« im Guinnessbuch der Rekorde steht. Da die Gemeinde Saterland unmittelbar beim Landkreis Leer an Ostfriesland angrenzt, mache ich mehrmals im Jahr auch Foto-Ausflüge nach Ostfriesland. Sehr häufig werden dann irgendwann daraus auch Schauplätze.

3. Und wie war das bei dem imposanten Schauplatz Ihres neuen Ostfrieslandkrimis, der Manningaburg in Pewsum?

Rolf Uliczka: Die Manningaburg war zwar nicht von Anfang an als Tatort eines Ostfrieslandkrimis geplant, was sich aber durch einen Besuch mit Freunden schon bei der Besichtigung der äußeren Burganlage änderte. Wobei beim ersten Besuch eine Besichtigung der Burg selbst gar nicht möglich war, da an diesem Tag dort im Trauzimmer eine Trauung durchgeführt wurde. Vierzehn Tage später habe ich die Burg dann auch von innen besichtigt und war völlig überrascht von der historischen Bedeutung der Anlage – zumal das eigentliche Burgschloss schon seit Langem nicht mehr existiert und heute davon nur noch die sogenannte Vorburg steht.

4. Kommen wir zurück zur Handlung Ihres Ostfrieslandkrimis. Vom einst erfolgreichen Bauunternehmer zum Lehramtspraktikanten – Geerd Manningas beruflicher Weg klingt nicht nach einer Erfolgsgeschichte. Was ist da passiert?

Rolf Uliczka: Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Man sollte meinen, als Schwiegersohn eines der größten niederländischen Baulöwen hat man alle Schäfchen im Trockenen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Auch mag es verwundern, warum Geerd Manninga sich am Ende sogar noch darauf freute, als Seiteneinsteiger als Berufsschullehrer tätig sein zu können. Mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht verraten.

5. Zwei der Berufsschüler werden im Klappentext als Verdächtige genannt. Welches Motiv sollten die beiden haben, ihren möglicherweise zukünftigen Lehrer zu ermorden?

Rolf Uliczka: Es ist nun mal eine unbestrittene Tatsache, dass Menschen Gutes und Böses in sich tragen. Dazu gibt es, wie das Leben immer wieder zeigt, individuell sehr unterschiedlich ausgeprägte Charaktere. Wenn dann noch zwei zusammenkommen, die sich gegenseitig aufschaukeln, kann schon mal ein tödliches Motiv daraus werden …

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.