Die ausführende Produzentin Leonie Geisinger absolvierte nach einem Bachelor in Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig den Masterstudiengang Medienwissenschaft an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.
Anschließend arbeitete sie von 2016 bis 2019 bei der Filmproduktionsfirma Good Friends Filmproduktion. Sie betreute dabei u.a. die schwarze Comedyserie ARTHURS GESETZ für TNT Comedy und die schwedische Serienadaption DIE BONUSFAMILIE für das Erste, wie auch den Start der erfolgreichen Krimireihe DER IRLAND-KRIMI für die ARD Degeto.
Im Januar 2020 wechselte sie zur UFA Fiction ins Team der Produzentin und Geschäftsführerin Nataly Kudiabor und produzierte dort die Serie THE MOPES für TNT Comedy, die romantische Komödie DIE LIEBESKÜMMERER für Netflix, die Buchverfilmung MARZAHN MON AMOUR für die ARD Mediathek und zuletzt den Film FABIAN UND DIE MÖRDERISCHE HOCHZEIT, der am 6. Februar 2026 auf Prime Video startet.
Das Drehbuch zu FABIAN UND DIE MÖRDERISCHE HOCHZEIT wurde von Martin Eigler, Lars Neuwöhner, Sven S. Poser sowie Judy Horney verfasst. Markus Sehr führte Regie. Nataly Kudiabor und Denise Neustadt fungieren als Produzentinnen, Ausführende Produzentin ist Leonie Geisinger. Neben Bastian Pastewka in der Hauptrolle werden Tamara Romera Ginés, Anton Dreger, Barbara Philipp, Ercan Durmaz, Mira Partecke, Bernhard Schütz, Nicole Beutler, Taneshia Abt, Lena Dörrie, Knud Riepen, Marta Kizyma, Daniel Rodic, Till Raskopf, Rabea Lüthi, Georg Paluza, Sara Bartknecht, Maxim Bartknecht sowie Magnus Krepper zu sehen sein.
Für Kriminetz beantwortete Leonie Geisinger sieben Fragen.
Kriminetz: Drehorte von FABIAN UND DIE MÖRDERISCHE HOCHZEIT waren u. a. in Lettland und Litauen. Existiert dort eine aufstrebende Filmindustrie?
Leonie Geisinger: Vor allem in Litauen gibt es fantastische Filmteams und Darsteller:innen, die sowohl für den heimischen als auch den ausländischen Filmmarkt arbeiten. Wir waren von der Professionalität und Erfahrung der Kolleg:innen tief beeindruckt und haben unsere Dreharbeiten vor Ort sehr genossen.
Kriminetz: Während einer Reise durch das Baltikum war ich nicht nur von der Landschaft, sondern auch von der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen beeindruckt. Sicher haben Sie das ähnlich erlebt?
Leonie Geisinger: Absolut! Die Menschen sind uns sehr offen und interessiert begegnet. Wir kamen mit einem kleinen deutschen Kernteam ins Baltikum. Unsere Head of Departements (z.B. unser Kameramann, unsere Szenenbildnerin und unsere Kostümbildnerin) wurden dann von lokalen Teammitgliedern unterstützt. Wir haben uns sehr schnell als Team zusammengefunden und hatten während der Dreharbeiten viel Spaß.
Kriminetz: Was umfasste Ihre Aufgaben in Ihrer Arbeit als ausführende Produzentin?
Leonie Geisinger: Ich durfte FABIAN UND DIE MÖRDERISCHE HOCHZEIT von der ersten Idee bis zur Premiere bzw. Ausstrahlung begleiten und bin dabei zusammen mit meinen Kolleginnen Nataly Kudiabor und Denise Neustadt für den kreativen und finanziellen Erfolg des Projekts verantwortlich. Als ausführende Produzentin war ich sowohl in der Drehbucharbeit als auch in der Vorbereitung, dem Castingprozess, den Dreharbeiten und der Postproduktion involviert.
Kriminetz: Bastian Pastewka spielt in FABIAN UND DIE MÖRDERISCHE HOCHZEIT den glücklosen Hochstapler Fabian. Die Dreharbeiten stellt man sich lustig vor. Ist Bastian Pastewka auch witzig, wenn die Kamera aus ist?
Leonie Geisinger: Er ist tatsächlich immer unglaublich witzig, was mich bei unserem ersten Kennenlernen selbst ein bisschen überrascht hat. Die Arbeit mit Bastian Pastewka ist ein großes Privileg gewesen, denn er ist nicht nur sehr lustig, sondern dazu auch noch ein sehr begabter und leidenschaftlicher Schauspieler, der die Rolle des Fabian wie kein anderer ausfüllen konnte.
Kriminetz: In seiner Rolle als Hochstapler findet Bastian Pastewka eine Tote. Ein Mord ist ja schon der Worst Case bei einer Hochzeit?
Leonie Geisinger: Mir fällt spontan auch nichts Schlimmeres ein – und genau das war der Reiz, diese Geschichte zu erzählen!
Kriminetz: Fabian will die „Die Venus von Wildenfeld“ klauen. Worum handelt es sich bei diesem Kunstwerk und welche Rolle spielt es bei der Hochzeit?
Leonie Geisinger: „Die Venus von Wildenfeld“ ist eine wertvolle, kleine Statue aus der Steinzeit. Sie befindet sich schon sehr lange im Familienbesitz der Wankdorffs und wird traditionell immer der jüngsten Tochter bei ihrer Hochzeit weitervererbt. Und diese jüngste Tochter ist Milva, unsere Braut, die bereits freudig auf die millionenschwere Statue wartet…
Kriminetz: Fabian nimmt durch Tricks reiche gierige Menschen aus. Man könnte darin im Rahmen des fiktionalen Geschehens eine Art von Umverteilung erkennen, die auf Anhieb moralisch nicht absolut verwerflich erscheint?
Leonie Geisinger: Fabian ist ein Betrüger, aber er nimmt nicht von den Schwächsten, sondern eben von denen, die sowieso schon sehr viel haben. Das macht ihn gleich sympathischer, auch wenn er – ganz objektiv betrachtet – ein Krimineller bleibt. Aber ein sehr netter Krimineller!
Kriminetz: Vielen Dank, Leonie Franziska Geisinger, für die Beantwortung der sieben Fragen.




















