Sina Jorritsma im Interview zu »Friesenhummer«

Ostfrieslandkrimi-Autorin Sina Jorritsma im Interview zu ihrem neuen Buch »Friesenhummer«.

1. »Friesenhummer« heißt Ihr neuer Ostfrieslandkrimi. Würden Sie uns mit eigenen Worten erzählen, worum es in Ihrem neuen Buch geht?

Sina Jorritsma: Nachdem die Borkumer Kommissare Mona Sander und Enno Moll bereits den vorherigen Betreiber des Luxuslokals »Hummerhafen« wegen Mordes verhaftet haben, werden sie vom neuen Besitzer Aschendorf zur Neueröffnung des Restaurants eingeladen. Dort stellt sich allerdings heraus, dass das Hummer-Aquarium keine Meerestiere, sondern einen toten Mann enthält.

2. Liegt etwa so etwas wie ein Fluch über dem »Hummerhafen«?

Sina Jorritsma: Ja, das könnte man denken. Vielleicht hängt der Mord aber gar nicht mit dem Ort, sondern mit bestimmten Personen zusammen, die bei der Wiedereröffnung anwesend waren? Wollte der Täter eine makabre Botschaft senden, und folgen vielleicht noch weitere Verbrechen? Je intensiver die Borkumer Kommissare ermitteln, desto mehr Fragen müssen beantwortet werden.

3. Vor einigen Jahren sorgte in San Francisco tatsächlich eine Leiche im Aquarium für Aufsehen, der Fall schaffte es bis in die deutschsprachigen Medien. In »Friesenhummer« erscheint der Fall allerdings noch rätselhafter, denn die Ermittler wissen nicht einmal, wer der Tote ist …

Sina Jorritsma: Von diesem Fall habe ich gar nichts mitbekommen. Mir gefiel die Idee, dass eine unbekannte Leiche buchstäblich vor aller Augen gefunden wird und dann nicht nur der Mörder, sondern zunächst auch die Identität des Opfers ermittelt werden muss. Ein geheimnisvoller Toter, der offenbar zu Lebzeiten viel zu verbergen hatte, sorgt für spannende Lektüre. Das ist zumindest meine Hoffnung.

4. Hummer ist wirklich eine ganz besondere Spezialität – hatte Sina Jorritsma den »König der Krustentiere« auch schon mal auf dem Teller?

Sina Jorritsma: Ehrlich gesagt – nein. Aber ich kann »Krabben puhlen«, wie man das bei uns im Norden nennt. Schon als Kind haben mich meine Eltern im Urlaub mit zum Hafen genommen, wenn die Kutter von der Fangfahrt kamen. Da wurde dann ein Beutel Krabben direkt von den Fischern gekauft, das fand ich sehr spannend. Und ich habe gelernt, wie man diese Meeresbewohner schält und dann verspeist. Vielleicht esse ich eines Tages wirklich mal einen Hummer, wer weiß? Man soll ja nie nie sagen …

Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.