Interview zu „Juister Geister“
In ihrem neuen Ostfrieslandkrimi »Juister Geister« stoßen die Inselkommissare Witte und Fedder zunächst auf eine äußerst skurrile Person. Um wen handelt es sich dabei?
Sina Jorritsma: Eine aufgeregte Frau namens Svenja Dornberg bittet die Ordnungshüter um Hilfe, weil sie angeblich verfolgt wird. Sie ist sogar dazu in der Lage, die Polizisten zu dem Übeltäter zu führen. Er soll auf dem Juister Dünenfriedhof anzutreffen sein – denn er ist seit mehr als hundert Jahren tot! Während Roland an einen schlechten Scherz glaubt, betrachtet die gebürtige Insulanerin Antje die seltsame Dame als eine »Spökenkiekerin« – so werden auf Plattdeutsch Personen genannt, die angeblich mit dem Jenseits in Kontakt treten können. Und auch wenn Kommissarin Fedder beteuert, nichts von solchen Phänomenen zu halten, ist sie doch tief in ihrem Inneren etwas abergläubisch.
Kurz darauf werden die Polizisten zu einem Mordfall gerufen. Was ist passiert?
Sina Jorritsma: Der Notar Dr. Schütte wurde in der Villa Sophie erdrosselt – und zwar, bevor er das Testament eines verstorbenen Exil-Insulaners eröffnen konnte. Hanno Remmer hatte es in der Fremde zu einem Millionenvermögen gebracht, das nun unter einigen Erben verteilt werden sollte. Allerdings ist das Dokument mit seinem Letzten Willen spurlos verschwunden. Musste der Notar sterben, weil jemand die Testamentseröffnung um jeden Preis verhindern wollte?
Zunächst scheint es ja zwei Fälle zu geben, doch unerwarteterweise gibt es durchaus einen Zusammenhang. Wie kommt es dazu?
Sina Jorritsma: Tatsächlich trifft auch Svenja Dornberg in der Villa Sophie ein, weil sie ebenfalls im Testament bedacht wurde. Später stellt sich heraus, dass jeder der zukünftigen Erben etwas zu verbergen hat. Und auf dieses gemeinsame kriminelle Geheimnis stoßen die Inselpolizisten, als sie unerwarteten Besuch von auswärts bekommen.
Eigentlich ist eine Testamentseröffnung eine relativ normale Sache – diese hier nicht! Wieso wirkt der Letzte Wille des Toten so sonderbar?
Sina Jorritsma: Keiner der zukünftigen Erben war mit Remmer verwandt. Es handelte sich auch nicht um angeheiratete Personen oder Adoptivkinder. Antje und Roland mussten lange rätseln, in welcher Beziehung diese Leute zu dem Verstorbenen gestanden haben konnten, zumal sie höchst unterschiedliche Biografien haben und in verschiedenen Landesteilen wohnen. Erst das überraschende Auftauchen eines fremden Ermittlers bringt Licht ins Dunkel ...
Das Interview wurde geführt auf www.ostfrieslandkrimi.de.























