Auf Spurensuche mit der „Partitur des Todes“

Das Foto zeigt Matthias Koeberlin. Er spielt in der "Partitur des Todes" den Frankfurter Kommissar Marthaler. Foto: © Jürgen Schmid, Kriminetz.de

Matthias Altenburg schrieb unter dem Pseudonym Jan Seghers die Romanvorlage für die Partitur des Todes, die im Festivalkino 1 am Luitpoldhafen während des Festivals des deutschen Films am Samstag erstmals gezeigt wurde. Anwesend war auch der Hauptdarsteller Matthias Koeberlin, der vorm Film ganz entspannt auf der Festivalterrasse saß, wie das eben so ist in Ludwigshafen, wo das Publikum die angereisten Stars hautnah erleben kann. Festivaldirektor Dr. Michael Kötz holte gleich eine ganze Riege mit auf die Bühne: neben dem Hauptdarsteller auch noch Regisseur Lancelot von Naso, den Kameramann Felix Cramer, die Produzentin des Films Susanne Freyer und noch einige andere. Die Partitur des Todes ist Teil 2 der Reihe um den Frankfurter Kommissar Marthaler nach Die Braut im Schnee.
Der Film startet mit eindrucksvoller Filmmusik. Ein Koch bereitet in einer Restaurantküche Essen zu. Gleich wird man sehen, dass dies die Küche eines Schiffes ist. Plötzlich hallen Schüsse. Die Gäste im Speisesaal werden ermordet, der Koch springt ins Wasser und bleibt verschwunden. Kommissar Marthaler ist der ermittelnde Kommissar, der die Morde vor der Kulisse der Frankfurter Bankentürme mit seinem Team aufklärt und die verschiedenen Puzzle-Teile zusammenfügt. Kalt wie Hundeschnauze ist die Frau des Staatssekretärs, der mit seiner jungen Geliebten unter den Opfern ist. Die provokante Frage „Ist das Ihre Art, zu trauern?“ kontert sie mit einem „Sind Sie naiv!“
Nach und nach kommt ans Licht, dass es um eine verschollen geglaubte Partitur von Jacques Offenbach geht. Als diese auftaucht, enthält sie ein chiffriertes Geheimnis. Und genau um dieses Geheimnis geht es letztendlich in dem Film.

Im anschließenden Filmgespräch stellen sich Matthias Köberlin, Lancelot von Naso, Felix Cramer, Matthias Altenburg und Susanne Freier den Fragen von Dr. Josef Schnelle und Rüdiger Suchsland. Matthias Koeberlin beschreibt die Figur des Kommissars als einen Getriebenen, der sich und sein Umfeld nicht schont, er kommt eigentlich gar nicht zur Ruhe. Lancelot von Naso sieht den Kommissar als jemand, der alles persönlich nimmt und auf seine persönliche Art betroffen ist. Er mag an der Rolle die Zerrissenheit der Figur. Matthias Altenburg will mit dem Kommissar eine Projektionsfigur fürs Publikum schaffen. Marthaler sei ein Moralist, der seine Coolness daraus ziehe, dass das grade nicht „in“ ist. Das schaffe Reibungsfläche.

Bei der Publikumsfragerunde wird der sympathische Hauptdarsteller danach gefragt, wie es denn für ihn gewesen sei, den Film nun selbst zum ersten Mal und dann gleich mit eintausend anderen Menschen zu sehen. Matthias Koeberlin gibt zur Antwort, dass es immer aufregend sei, einen Film dann zum ersten Mal zu sehen. Er sei unglaublich nervös gewesen, habe sich aber sehr gefreut und müsse das nun verdauen. Die Frage, ob er die Stunts selbst gespielt habe, bejaht er, bis auf wenige Ausnahmen, wo dies aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht möglich war. Die Produzentin kündigt weitere Folgen der Reihe, die für das ZDF produziert wird, an.

Der Film ist nochmals zu sehen am Freitag, 28. Juni um 15 Uhr, Mittwoch, 26. Juni um 22 Uhr und am Donnerstag, 27. Juni um 16 Uhr.

Sämtliche Informationen zum Festival gibt’s hier

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