Den Höhenpunkt der jährlichen Criminale des Syndikats bildet jeweils die große Gala, in deren Verlauf die Glauser-Preise vergeben werden. In Salzburg moderierten am 9. Mai 2026 diese Gala das bestens eingeführte Moderatoren-Duo Anja Goerz und Raoul Biltgen. In den Sparten Roman, Debüt-Roman und Kurzkrimi waren jeweils fünf Personen nominiert, in den Sparten Kinder- und Jugendkrimi jeweils drei. Bis zuletzt wussten die Nominierten nicht, wer jeweils eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen darf. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Polizeimusik Salzburg, deren Musiker ihre schmucken Festuniformen trugen.
So stieg denn die Spannung in Salzburgs Großer Universitätsaula und mancher Puls schlug vermutlich ziemlich hoch. Die Kinder- und Jugendjury wurde jeweils per Videoeinspieler zugeschaltet. Die jungen Leserinnen und Leser begründeten ihr jeweiliges Statement profund. Dann wurde im weiteren Procedere den Moderatoren ein Umschlag mit dem streng geheim gehaltenen Namen überreicht. Die weiteren Laudatoren waren anwesend und trugen ihre Reden live vor.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Abends:
Der Preis in der Kategorie Kinderkrimi ging an Benedict Mirow für »Joschua Jackelby« (Thienemann)
Der Preis in der Kategorie Jugendkrimi ging an Nina Scheweling für »Academy of LIes – Anatomie einer Verschwörung« (Loewe)
Der GLAUSER-Preis in der Kategorie Kurzkrimi ging an Elke Pistor für »Zu kurz. So lang. Ein Jahr.« In: Festlich morden. (Emons)
Der GLAUSER-Preis in der Kategorie Debütroman ging an Susanne Kaiser für »Riot Girl« (Wunderlich).
Der GLAUSER-Preis in der Kategorie Roman ging an Anne Freytag für »Blaues Wunder« (Kampa).
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Goldenen Pfeffermühle an Fred Breinersdorfer, der gemeinsam mit Peter Schmidt vor 40 Jahren den Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur gründete. Ihr Anliegen war »die Emanzipation der Kriminalliteratur«. Weiter führte er aus, »das Syndikat ist so etwas wie eine freundliche kriminelle Familie. Hier sind wirklich alle auf Augenhöhe, egal wieviel Auflagen man hat. Das ist etwas ganz Besonderes.« Für seinen 90sten Geburtstag in zehn Jahren wünschte sich Fred Breinersdorfer, dass er dann wieder bei der Criminale auf der Bühne stehen darf.



























