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Die 7 Kreise der Hölle

Der zweite Fall für Staatsanwältin Helena Faber. Thriller
Buch
Taschenbuch, 480 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3734103452

ISBN-13: 

9783734103452

Erscheinungsdatum: 

21.05.2018

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 10.104
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3734103452

Beschreibung von Bücher.de: 

Am Ende erwartet euch nur der Tod ...

Staatsanwältin Helena Faber zwischen Gesetz und Selbstjustiz.

Als sie sie das letzte Mal sah, spielten sie vor dem Haus ...

Seitdem erlebt die Berliner Staatsanwältin Helena Faber den Albtraum jeder Mutter: Ihre Töchter wurden entführt. Und zwar von den Männern, gegen die sie im brisanten Dionysos-Fall ermittelte. Nur einer kann ihr helfen: Rashid Gibran, der trotz seiner Verbindung zum Psychopathen Dionysos auf freiem Fuß ist. Helena kennt die Beweggründe des dubiosen Professors nicht, doch sie wird alles tun, um ihre Töchter zu retten. Es ist der Beginn einer Jagd, die Helena in die Untiefen eines grausamen und mächtigen Menschenhändlerrings führt - und bei der sie so brutal wie ihre Gegner wird ...

Kriminetz-Rezensionen

Geht unter die Haut

Nachdem „Die sieben Farben des Blutes“ mit einem solch gemeinen Cliffhanger endeten, geht es nun also weiter mit der Geschichte um die Staatsanwältin Helena Faber. Die Töchter Sophie und Katharina wurden entführt und Helena Faber ist sich sehr sicher, dass die Kreise um den ehemaligen Oberstaatsanwalt Paulus dafür verantwortlich sind. Seine dunkle Seite durften wir im Vorgängerband zur Genüge kennenlernen, als er Dionysos deckte, um seine eigenen Verfehlungen unter der Decke zu halten. Es ist ein Albtraum für Helena und ihren Ex Robert. Auch wenn es ihr gegen den Strich gibt, sich an den dubiosen Professor Rashid Gibran zu wenden, bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie ihre Töchter retten will.

Auch dieses Mal beschert uns der Autor Uwe Wilhelm einen komplexen und sehr spannenden Thriller.

Eine Mutter wird bis zum Letzten um ihre Kinder kämpfen. So geht es natürlich auch Helena. Sie traut Rashid Gibran nicht, zu undurchsichtig und zu verdächtig ist dieser Mann, aber trotzdem muss sie ihn um Hilfe bitten. Die Hinweise, die sie erhält, bringen Helena und Robert weit rum in der Welt. Doch mehr und mehr kommt ihr die Erkenntnis, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss.

Wie schon im letzten Band konnte ich mit Helena fühlen und hatte Mitleid mit ihr. Trotzdem ist mir diese Frau nicht sehr sympathisch. Aber sie ist stark und lässt sich durch nichts und niemanden unterkriegen. Aber sie muss auch stark sein, denn ihr Gegner, ein Menschenhändlerring, ist grausam und mächtig. Es ist schwer zu ertragen, wenn man erfährt, was Sophie und Katharina, aber auch vielen anderen Mädchen angetan wurde und es ist unglaublich, wenn Mütter ihre eigenen Töchter verkaufen. Was geht nur in manchen Menschen vor? Es ist unbegreiflich. Selbstjustiz ist verwerflich und nicht zu akzeptieren und doch kann man verstehen, dass Menschen, die erleben müssen, was gewissenlose Menschen tun und die dennoch davonkommen, zu diesem verzweifelten Mittel greifen.

Das Ende habe ich so nicht vorhergesehen, aber es passt und erscheint mir sehr realistisch. Dieser Thriller ist packend und sehr, sehr spannend. Absolute Leseempfehlung!

Ich hoffe, ich komme nicht in die Hölle….

In der Haut von Helena Faber möchte ich auf keinen Fall stecken. Der Dionysos-Fall war zwar gelöst, aber nicht alle Täter wurden eingesperrt. Ein paar dieser Subjekte sind auf freiem Fuß, zum Teil, weil sie geflüchtet sind, zum Teil, weil der Rechtsstaat keine Handhabe gegen sie hat, und zum Teil, weil es einfach Menschen gibt, die immer davon kommen. Einer von diesen Menschen ist Rashid Gibran, der seine undurchsichtige Rolle hier weiterführt.

Eine Sichtweise
Auch in diesem Buch gibt es verschiedene Sichtweisen. Da ist zum einen die Sichtweise Helena Fabers, die ich ziemlich gut nachvollziehen kann. Ihre Töchter werden quasi vor ihrer Nase entführt, ihre Ermittlungen im Dionysos-Fall sind die Ursache und sie hat durch diese Ermittlungen eine vage Vorstellung, was mit ihnen passieren wird. Unvorstellbar, was sie durchmacht.

Eine andere Sichtweise
Dazu gibt es auch immer wieder die Sichtweise der entführten Kinder. Katharinas und Sophies Erlebnisse werden zwar sehr einfühlsam geschildert, trotzdem nehmen mich diese Passagen wirklich jedes Mal sehr mit. Vielleicht, weil ich selber Kinder habe und als Mutter will man sich so etwas nicht vorstellen. Trotzdem blättere ich wie unter Zwang immer weiter – ich will wissen, wie es weiter geht.

Perfekte Verbindung
Uwe Wilhelm schafft es perfekt, diese beiden Sichtweisen zu verbinden. Auf der einen Seite hart, kalt und sehr brutal, wie Helena Faber und ihr Mann Robert ermitteln. Auf der anderen Seite zwar sehr einfühlsam, aber nicht weniger brutal, wie es den beiden Mädchen und deren Leidensgefährten ergeht. Dazwischen gibt es noch ein paar andere Episoden, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

Verfolgt
Die sieben Kreise der Hölle hat mich noch eine ganze Weile verfolgt, nachdem ich es schon längst ausgelesen hatte. Weniger weil es brutal war, das war es auf jeden Fall, sondern mehr, weil es solche perversen Typen wirklich gibt. Weil sich diese Typen tatsächlich zu großen Ringen zusammenschließen und gemeinsam agieren. Wenn man tatsächlich welche erwischt, ist das Erstaunen immer riesig, wie lange sie schon ihr Unwesen getrieben haben. Das finde ich wesentlich gruseliger und abartiger als jeder Autor es sich ausdenken könnte.

Mein Fazit:
Mit Die sieben Kreise der Hölle hat Uwe Wilhelm es zum zweiten Mal geschafft, in meine Liste der Jahreshighlights zu landen. Wer auf spannende, nervenzerfetzende Spannung steht, der sollte sich dieses Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Man darf allerdings wirklich nicht zimperlich sein...