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Die Stimme des Wahns

Der dritte Fall für Francis Ackerman jr. und Nadia Shirazi. Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3404185005

ISBN-13: 

9783404185009

Auflage: 

1 (28.01.2022)

Preis: 

12,90 EUR
Schauplätze: 
USA
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404185005

Beschreibung von Bücher.de: 

Auch in ihrem neuen Fall müssen Francis Ackerman jr. und seine Partnerin Nadia Shirazi vom FBI über sich hinauswachsen. Denn der Demon, Ackermans Erzfeind, ist zurück. Und er hat Ackermans Neffen entführt. Ackerman und Shirazi geben alles, um den Jungen lebend zu finden. Dabei führt sie ihre Jagd bis in ein unterirdisches Labyrinth unter New York. Werden sie Dylan befreien können?

Kriminetz-Rezensionen

Die Luft ist raus

Hat Francis Ackerman jr. alias Franklin Stine in der Vergangenheit bei der Verhaftung eines Serienmörders einen Fehler begangen? Diese Erkenntnis drängt sich auf, nachdem in einem Hochsicherheitsgefängnis der einsitzende Häftling sich als Doppelgänger entpuppt.

Der Killer ist noch auf freien Fuß und träumt von Rache an Ackerman, seinem Bruder und allen aus seinem persönlichen Umfeld.

Eigentlich bin ich ein Fan von Ackerman, jedes Mal übt der geläuterte Serienkiller eine eigenartige Faszination auf mich auf. Seitdem er mit der Agentin Nadia Shiraz zusammenarbeitet, ist er zahmer geworden. So zahm wie hier war es aber noch nie. Nicht schlecht, aber es fehlte das gewisse Etwas und damit meine ich nicht Schmerzen, Blut und Tränen – davon gibt es noch genug.

Sowohl Francis als auch Markus betreiben hier eine Nabelschau und sind auch sehr oft vergeistigt unterwegs. Die Agentin hat dagegen nur eine Statistenrolle. Der Zusammenhang zu alten Fällen wird immer wieder deutlich gemacht. Man muss die vorherigen Bände nicht gelesen haben, um das Buch zu verstehen, aber es wird Neugierde geweckt. Genauso wie der Cliffhanger am Ende des Buchs. Nicht schlimm – der aktuelle Fall ist auf eigenartige Art abgeschlossen und einem neuen Kapitel gerade so eben die Tür geöffnet, aber mich stört so etwas.

Der Schreibstil ist wie gewohnt, eher Umgangssprache, kurze Kapitel, leicht und schnell zu lesen. Durchsetzt mit etwas Spiritualität und amerikanischen Way of Life.

Ich habe das Gefühl, die Luft aus der Serie ist raus. Ackerman jr. darf sterben oder sich zur Ruhe setzen.

Ein perfides Spiel, spannend in Szene gesetzt

Francis Ackerman jr. ist wieder gefordert. Der dritte Band um den berüchtigten Serienmörder ist endlich da. In einer der sichersten Strafanstalten der Welt sollte er einsitzen – Demon. Wie sich herausstellt, ist da eher ein umprogrammierter Jemand, der eigentliche Verbrecher ist nach wie vor auf freiem Fuß. Das ruft Ackerman auf den Plan denn er weiß, dass der echte Demon auf Rache sinnt.

Es sind mehrere Handlungsstränge, die jeder für sich spannend und undurchschaubar daherkommen. Wie kann es sein, dass der sicher hinter Gitter geglaubte Serienmörder einen Doppelgänger ins Gefängnis schleusen konnte?

Ackermans Partnerin Nadia Shirazi hat gleich mal ihren Auftritt, die Dialoge zwischen den beiden sind gelungen, sie bietet ihm ordentlich Paroli. Leider geht Nadia im Laufe der Handlung ziemlich verloren, es wird zunehmend ein Alleingang von Francis. Dafür tritt Marcus (Francis Bruder) und Dylan, dessen Sohn, auf den Plan. Was hat Demon mit ihnen vor? Und im U-Bahn-Tunnel wird es direkt surreal, hier wären Wahnvorstellungen durchaus angebracht.

Bösartig, hinterhältig, ja teuflisch geht es zu, eine Gemeinschaft von Killern schreckt vor nichts zurück. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Demon ist gut gerüstet. Ein perfides Spiel – gute Nerven sind unabdingbar.

»Die Stimme des Wahns« hat es in sich, auf der rasanten Suche nach ihm, dem Demon, ist der Abgrund so manches Mal nicht weit. Es knüpft an die beiden Vorgängerbände an, jedoch kann man in diesen dritten Band einsteigen, ohne die Stimmen des Zorns und die der Rache zu kennen. Gut ins Geschehen integrierte Rückblenden machen das möglich. Aber warum sollte man?

Auch wenn dieser dritte Band nicht ganz so stark daherkommt wie die ersten beiden, so habe ich ihn doch sehr genossen, er hat mir so manch gruselige Lesestunde beschert. Noch immer gilt: Man sollte sich nicht mit Francis anlegen!

Es wird wohl einen nächsten Band geben, das offene Ende deutet darauf hin. Wohin wird Francis Ackermans Reise gehen? Ich werde hoffentlich nicht zu lange auf eine Antwort warten müssen.