Cover von: Schattenkiller
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Bücher.de Preis: EUR 15.00

Schattenkiller

Thriller
Buch
Taschenbuch, 432 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404174208

ISBN-13: 

9783404174201

Erscheinungsdatum: 

09.12.2016

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 500.461
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404174208

Beschreibung von Bücher.de: 

»Ich bin nur ein Schatten. Aber ich weiß, was ihr getan habt. Und ich werde nicht eher ruhen, bis eure Schuld gesühnt ist.« Seit Wochen schüttet der Septemberhimmel gewaltige Wassermassen über Rom aus. Nahe des Tiber werden an düsteren Orten drei Leichen entdeckt, deren Entstellungen der Polizei Rätsel aufgeben. Profiler Enrico Mancini, anerkannter Experte für Serienmorde, sieht zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen. Doch dann erhält er verschlüsselte Botschaften, alle von einem Absender, der sich Schatten nennt. Botschaften, die ein neues Licht auf die Taten werfen. Denn ein grausamer Racheplan ist offenbar noch nicht vollendet. Und weist bald in eine einzige Richtung - in die Mancinis. »Ein fesselndes Thrillerdebüt mit dem Fresko eines herbstlich düsteren Rom als atmosphärischer Kulisse« La Stampa

Kriminetz-Rezensionen

Ein düsterer Thriller

Seit Wochen schüttet es in Rom ununterbrochen. Dann wird die schrecklich zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Aber das ist nur der Beginn einer Reihe von schrecklichen Morden. Was verbindet die Toten? Profiler Enrico Mancini bekommt die Sache von seinem Chef aufs Auge gedrückt, obwohl er den Fall nicht will, außerdem hat er noch das Verschwinden von Dr. Carnevali zu klären. Aber was bleibt ihm übrig, er muss in dieser Sache ermitteln.

Dieser Thriller von Mirko Zilahy entführt uns in ein Rom, das abweisend und düster wirkt. Es ist September und der Dauerregen geht auf die Gemüter. Dabei ist Mancini sowieso neben der Spur. Seine Frau starb vor einer Weile an Krebs. Neben der Trauer muss Mancini auch noch mit seinen Schuldgefühlen zurechtkommen, da er nicht bei Marisa war, als sie starb, sondern zu einer Schulung in den USA. Statt sich in Therapie zu begeben, pflegt er die Marotten, die er seither an den Tag gelegt hat. Die Türen in seiner Wohnung und im Büro sind ausgehängt, er geht nicht ohne Handschuhe und in seiner Tasche ist sicherheitshalber ein Flasche Alkohol.

Das alles sorgt dafür, dass ich diesen Ermittler nicht besonders sympathisch finde. Neben ihm wirken die anderen Teammitglieder relativ blass. Zu seiner Mannschaft gehören sein Assistent Walter Comello, die Fotografin Caterina De Marchi, der Gerichtsmediziner Rocchi und die Staatsanwältin Giulia Foderà. Außerdem ist Mancinis ehemaliger Mentor Professor Biga mit im Boot. Obwohl sich das Team immer wieder zum Gedankenaustausch trifft, kommt es mir so vor, als würde jeder für sich alleine ermitteln. Vor allem lässt Mancini auch der Fall des verschwundenen Arztes nicht los. Dann prescht auch noch Mancinis Chef Gugliotti vor und sonnt sich im Erfolg, als er einen Täter präsentiert. Also auf breiter Front, niemand der mir wirklich sympathisch war.

Der Täter, welcher sich der „Schatten“ nennt, meldet sich derweil per Mail mit einer kryptischen Nachricht bei dem ehemaligen Journalisten Morini, so dass die Presse der Polizei mal wieder voraus ist.

Immer wieder wechseln die Erzählperspektiven, so dass ich mich gut in die Handlungsweisen der Charaktere hineindenken konnte. Auch die Motive des Täters sind schlüssig.

Das Buch geht schon spannend los, als der Rumtreiber Niko eine Leiche entdeckt und dann dem Grauen begegnet. Die Sehenswürdigkeiten Roms finden auch Erwähnung, doch im heftigen Dauerregen hat niemand Lust darauf, sie näher zu erkunden. Interessanter sind die Fundorte der Leichen, wie ein alter Gasometer, ein stillgelegter Schlachthof und andere Brachen, die das trostlose Bild noch verstärken.

Der Täter war ziemlich früh auszumachen. Das alles sorgte nicht unbedingt dafür, dass die Spannung durchgängig hoch war. Aber der dramatische Schluss bietet dann doch noch eine Überraschung.

Ein Thriller mit ziemlich düsterer Atmosphäre.

Rom im Dauerregen

Zuallererst fällt schon das düstere Cover dieses Thrillers auf. Dunkel und unheilvoll. Ein Onkologe wird vermisst. Commissario Mancini wird mit dem Fall betraut. Zu diesem Arzt hat Mancini eine besondere Beziehung. Dieser hat seine krebskranke Frau, die inzwischen verstorben ist, behandelt. Wir lernen Mancini als unkontrollierten, launischen Menschen kennen. Er trinkt, verfällt in tiefste Depressionen und trägt seit neuestem immer Handschuhe, er möchte auf seiner Haut keinen Kontakt. So tief trifft ihn der Tod seiner Frau.

Inzwischen werden aber fürchterlich zugerichtete Leichen im Gasometer und im Schlachthof gefunden. Sie wurden regelrecht abgeschlachtet. Und bei jeder Leiche findet sich ein besonderes Kennzeichen, das der Mörder hinterlassen hat. Mancini soll nun sich dieser Sache widmen zusammen mit seinen Kollegen Camello und de Mardi. Hilfe holen sie sich bei einem pensionierten Uniprofessor. Trotz der vielen Leichen können sie den Mörder nicht fassen, sie haben überhaupt keine Ahnung, wo sie suchen sollen. Bis Camello einen Unfall hat.

Die Geschichte spielt Rom. Es ist September und es regnet seit Wochen. Die Flüsse steigen an. Der Autor versteht es sehr gut, die trübe Naturstimmung auf den Leser zu übertragen. Aber auch das Verhalten von Mancini trägt zu der Schwärze des Buches bei. Die Plätze und Straßen in Rom werden derart anschaulich beschrieben, dass man meint, selbst über die nassen Straßen zu gehen und sich schmutzige und nasse Schuhe zu holen. Bis zum Schluss bleibt das Buch sehr spannend, da zwischendurch ein falscher Verdächtiger festgenommen wurde.

Ein Thriller, wie er düsterer und melancholischer nicht sein kann. Auch textmäßig gab es an dem Buch nichts auszusetzen. Spannung pur bis zur letzten Seite.

Bonjour Tristesse

Zum Inhalt:
Mancini ist ein sehr guter, wenn nicht der beste Profiler Roms. Deshalb wird er von seinem Chef genötigt, Ermittlungen in einer Mordserie zu übernehmen. Obwohl er durch den Krebstod seiner Frau verunsichert ist und sich nicht wirklich auf der Höhe seines Könnens fühlt, gibt Mancini nach und stellt sich ein Team zusammen, mit dem er schließlich einen Fall um Schuld und Sühne aufklärt.

Mein Eindruck:
Italien ist sonnig und insbesondere seine Hauptstadt voll von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und sympathischen, lebensbejahenden Menschen....

..... das war mein Eindruck, bevor ich diesen Krimi gelesen habe. Dieser relativiert dieses Bild nicht nur, sondern stellt es vollständig auf den Kopf.

Zilahy schickt ein Team voller problembehafteter Menschen in die hässlichsten Orte der Stadt. Die schlechte Laune des Chefs, sein Alkoholkonsum und mannigfaltige Ticks werden noch durch das miese Wetter getoppt - den Dauerregen meinte man schon auf der Haut zu spüren. Dieser Stimmung stehen die Morde in nichts nach, welche zum größten Teil in jeder grausigen Einzelheit geschildert werden. Doch trotz aller Blutrünstigkeit bleibt der Leser auf Distanz zum Geschehen, da es der Autor versäumt, echte Tiefe in seine Figuren zu bringen. Man fühlt nicht mit, sondern steht eigentlich mehr oder weniger fassungslos neben der Geschichte. Möglicherweise ist es auch der Übersetzung geschuldet, dass man bis zum Schluss mit diesem Team nicht warm wird. Ein Team, welches eher neben- als miteinander arbeitet und dadurch nicht als Gruppe, sondern als Ansammlung von Einzelkämpfern wahrgenommen wird (bei denen die Frauen alle hochhackige Schuhe tragen - egal, wie das Wetter ist). Ein positiver Aspekt ist jedoch zu vermerken: Der Fall ist glänzend konstruiert, gut durchdacht und sehr schlüssig bis zum bitteren Ende komponiert. Dieser Teil rettet dem Buch die durchschnittliche Bewertung.

Fazit:
Farblose Polizisten an unschönen Plätzen im Regen, jedoch ein interessantes Motiv mit guter Auflösung.

3 Sterne