Amazon Preis: EUR 11,90
Bücher.de Preis: EUR 11.90

Tödlich ist die Versuchung

Thriller
Buch
Taschenbuch, 300 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3945362482

ISBN-13: 

9783945362488

Erscheinungsdatum: 

13.12.2018

Preis: 

11,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.404.097
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3945362482

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein verführerischer Thriller über Leidenschaft, Verrat und die Suche nach der großen Liebe.

Emanuela Wolf versucht mit Hilfe des Beziehungscoachs Bernhard Rett ein schweres Trauma aufzuarbeiten, das durch den Tod ihres Bruders und den plötzlichen Verlust ihrer Jugendliebe ausgelöst wurde. Damit sie lernt, wie Männer eigentlich ticken, gibt ihr der Coach Hausaufgaben: sie soll unter seiner Regie verschiedene Männertypen verführen. Doch plötzlich stirbt eine Affäre nach der anderen. Emanuela weiß nicht, wem sie noch trauen kann. Ist Bernhard Rett, in den sie sich inzwischen verliebt hat, der Täter? Oder das nächste Opfer?

Kriminetz-Rezensionen

Bodenlose Frechheit

Zum Inhalt:
Seit dem Grippetod ihres Bruders und der kurz darauf erfolgten Abreise ihrer Jugendliebe vor 17 Jahren kommt die Psychologin und Dozentin Emanuela nicht mehr wirklich in den zwischenmenschlichen Tritt. Deshalb lässt sie sich auf eine Beratung bei dem Beziehungscoach Bernhard Rett ein. Dieser rät ihr dazu, ihre Beziehungsfähigkeit damit zu stärken, dass sie Männer verführt und fallen lässt. Jedoch muss Emanuela nach kurzer Zeit erkennen, dass diese Männer nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Leben verlieren.

Mein Eindruck:
So ein schlechtes Buch ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Wirklich nichts ist gelungen, absolut nichts. Das fängt schon damit an, dass es der Verlag gewagt hat, das Wort „Thriller“ auf das Cover zu drucken, wo „Porno“ richtiger gewesen wäre. Die Wahl der Protagonistin: Wunderschön, wunderklug, wundererfolgreich und selbst Psychologin (wie auch die Autorin), aber 17 Jahre lang nicht imstande, die verlorene Jugendliebe aufzuspüren?

Dann die vielen unethischen Vorgänge (die jedem anständigen Psychologen Zornesfalten auf die Stirn zaubern würden), welche die Protagonistin nicht nur selbst auf Geheiß des Coachs begeht, sondern zu denen sie auch noch ihre Studenten anhält. Und weil der Autorin nicht besonders viel zu einem Krimi einfällt, gibt es eine Sexszene nach der nächsten. Diese sind lächerlich schlecht geschrieben und bedienen viel zu oft das Klischee, dass Frauen gerne hart rangenommen werden – auch direkt an der Tür von einem Typen mit Brad Pitt Maske. Ganz ehrlich, man muss kein Verfechter von „Me Too“ sein, um so etwas unterirdisch zu finden. Zum Ausgleich gibt es dann die liebevolle Lesben-Szene. Wenn die Autorin zeigen will, „wie Männer ticken“, frage ich mich, welche Uhrwerke in Wien vor sich hin schlagen – die mir bekannten Vertreter dieses Geschlechts halte ich nicht für dermaßen schwanzgesteuert und roh.

Überhaupt die Charaktere. Alle schwirren mehr oder weniger um Emanuela, die Superfrau, und jeder will entweder so sein wie sie oder träumt schon seit der Schulzeit nur von ihr, wenigstens jedoch, nachdem der erste Blick auf sie gefallen ist. Hallo, irgendwelche Erwachsene unter uns? So verhalten sich Teenager – und die wären wahrscheinlich zu Recht beleidigt, wenn sie mit dieser geballten Dämlichkeit verglichen würden, die als Personal dieses Machwerk bereichert.

Und dann die Krimihandlung: Haarsträubende Szenen wechseln mit gähnender Langeweile. Was bitteschön soll der Kokolores mit den verschiedenen Zuständigkeiten von Polizisten, die niemanden interessieren? Dafür dann aber das Schänden einer Leiche, um einen Test auf ein Gift durchführen zu lassen – glücklicherweise hat man ja den passenden Spezialisten zur Hand.

Täter gibt es einige, gestörte Charaktere viele, eigentlich ist niemand „normal“. Nun möchte man zwar gerade in einem Thriller von dem Unnormalen unterhalten werden, hier ist es aber eindeutig viel zu viel des Unguten.

Mein Fazit:
Dieses Buch hat nur eine gute Seite. Die letzte.

Zwiegespalten

In diesem Erotik-Thriller zieht sich das Thema „Wie Männer ticken“ durch die Handlung.

Emanuela hat seit dem Tod ihres Bruders und dem Verschwinden ihrer Jugendliebe Rasmus ein Trauma. Dies will sie nun mit dem bekannten Beziehungstherapeuten Bernhard Rett aufarbeiten. Doch der Beziehungscoach schickt sie in gewagte sexuelle Abenteuer mit verschiedenen Männern. Als plötzlich einer nach dem anderen an einer mysteriösen Grippe stirbt, gerät auch Emanuela in Gefahr. Ist Rett, in den sie sich verliebt hat. gefährlich oder wird er sie retten?

Dieses Werk lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Zuerst einmal finde ich die Bezeichnung Thriller, auf dem Cover verwirrend. Es handelt sich hier eindeutig um einen Erotik-Thriller. Der Crime-Anteil im Buch ist der Autorin gut gelungen. Spannender Plot, Cliffhanger und unvorhergesehene Wendungen besonders am Ende, haben mich gut unterhalten. Der Fall wurde plausibel und vollständig aufgelöst. Der auktoriale Erzählstil, besonders die Szenen aus der Sicht eines Stalkers, erzeugte Spannung.

Dazwischen und besonders zum Anfang dachte ich schon, ich müsste das Buch abbrechen. Zu abrupte Szenenwechsel, der Leser erfährt stets nur Bruchstücke, zu viele für die Handlung unwichtige Charaktere. Das ließ mich nur schlecht in Lesefluss kommen. Der Plot enthält für mich weder schöne, noch romantische Sexszenen, zum Teil sogar gewalttätige. Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass eine Frau bei einer »Vergewaltigung« – und das war es für mich – plötzlich Spaß oder Erregung verspürt. Ich lese davon, bin entsetzt: – und dann steht geschrieben „Emanuela begann langsam daran Gefallen zu finden“ – das geht für mich gar nicht. Ganz schlimm finde ich auch, dass die Protagonistin bei ihren promiskuitiven Vergnügungstouren nie ein Kondom benutzt.

Selten konnte ich das Verhalten der Protagonistin nachvollziehen, eine selbstbewusste Frau und Wissenschaftlerin, die sich von einem „Beziehungscoach“ peinliche Sex-Hausaufgaben geben lässt, und dann auch noch ihre Studenten mit Aufgaben dieser Art betraut, ist für mich nicht plausibel. Wirklich sympathisch fand ich keinen der handelnden Personen.

Ich fürchte, die Autorin hat in ihrem Werk einfach zu viel gewollt, Erotik, Thrill, interessante Charaktere, psychologische Ansätze, es war einfach zu viel des Guten. Letztendlich ist sie keinem Teil befriedigend gerecht geworden. Von mir, auch wegen des wunderschönen Covers, 2 gutgemeinte Sterne von 5 möglichen.

Nicht wirklich überzeugend

Emanuela Wolf möchte mit Hilfe des Beziehungscoachs Bernhard Rett ihre Trauer um ihren toten Bruder sowie um das plötzliche Verschwinden ihrer Jugendliebe bewältigen. Die Hausaufgaben, die sie in dieser Beratung bekommt, sind etwas überraschend für sie: Sie soll mehrere Männer verführen. Emanuela lässt sich darauf ein, doch dann geschieht etwas Schreckliches: Genauso wie ihr Bruder seinerzeit starb, sterben die Männer, mit denen sie sich auf den Rat ihres Beraters trifft. Wer steckt dahinter?

Die Autorin Gina Jacobsen ist selbst Psychologin und hat dieses Buch als Erotikthriller geschrieben, das Thema „Wie Männer ticken“ hat sie dafür als roten Faden für die Geschichte verwendet. Dabei gerät das Buch allerdings sehr schnell zum Erotikroman, während der Thrilleranteil für meinen Geschmack zu kurz kommt. Sehr schwergetan habe ich mich mit der Figur der Hauptperson, die mir zu wenig glaubwürdig vorkam: Zunächst erscheint sie als kompetente und selbstbewusste Psychologin, die sich auf Grund ihres Traumas um den Tod des Bruders auf keine Beziehung einlassen kann. Doch dann lässt sie sich sehr schnell auf One-Night-Stands ein, die teilweise sehr gefährlich geraten. Eigene Reflexionen kommen kaum noch vor. Welches erschreckende Frauenbild steckt nur hinter dieser Figur?!

Dabei sind manche der Männerfiguren doch recht skurril geraten, was dem Thrilleranteil zugutekommt. Auch einige interessante Wendungen verraten das Potenzial, das in diesem Buch steckt und noch gut ausgebaut werden könnte.

Insgesamt ist es wohl eher schwierig, ein Buch zu schreiben, das sowohl Erotik wie auch Thrill spannend vereinen kann. Beim vorliegenden Beispiel überwiegt der Erotikanteil. Ich selbst musste erkennen, dass diese Mischung nichts für mich ist.