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Das Dorf der Lügen

Der erste Fall für Nola van Heerden & Renke Nordmann. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492304737

ISBN-13: 

9783492304733

Erscheinungsdatum: 

14.07.2014

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492304737

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Alptraum für Polizeikommissarin Viktoria Engel: Sie erschießt im Dienst einen Unschuldigen, den 16-jährigen Rouven Kramer. In ihrer Not inszeniert sie die Tat, als hätte sie aus Notwehr gehandelt, doch die Dorfbewohner hegen Zweifel. Als kurze Zeit später eine weitere Leiche auftaucht, bizarr inszeniert wie Rouvens Tod, bricht eine Welle von Misstrauen über das Dorf herein, bis sich niemand mehr vor dem anderen sicher fühlt ...

Kriminetz-Rezensionen

Lügen haben kurze Beine

Inhalt:

Martinsfehn – ein kleiner besinnlicher Ort in Ostfriesland. Alles ist ruhig, normalerweise. Bis zwei Polizisten zum verlassenen Hof von Claasen gerufen werden. Danach ist nichts mehr so, wie es mal war. Die junge Polizisten Viktoria Engel erschießt den unschuldigen Rouven Kramer, einen 16-jährigen unbescholtenen Jungen. Die ersten Zweifel kommen zum Tathergang hoch und Martinsfehn wird von Misstrauen bestimmt, niemand traut dem anderen und vor allem nicht der Polizei.

Fazit:

Mit „Das Dorf der Lügen“ ist Barbara Wendelken ein temporeicher und spannungsvoller Ostfriesen-Krimi gelungen.

Zunächst scheint alles klar zu sein, mit der Zeit wird sich Gemeinde schon beruhigen und es wächst Gras über die Sache. Doch dies ist nicht so. Die Polizei wird bedroht, es tauchen überall im Ort Schmierereien auf und es passiert auch der nächste Mord. Es geht ein Schütze in Martinsfehn um und er stellt die Szene am Unfallort von Rouven sehr präzise nach. Mit dieser Umsetzung wird sehr viel Spannung aufgeboten und es gelingt Barbara Wendelken gekonnt, die Leserschaft in die Irre zu führen. Da ist man als Leser kurz davor, den Täter zu überführen, da kommt es zu einer Wendung bzw. wird eine andere handelnde Person in den Fokus gerückt. Man kann sich als Leser nie sicher sein, ob man auf der richtigen Fährte ist.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die private Ebene des Revierleiters Renke Nordmann. Er ist alleinerziehender Vater von Aleena. Und Aleena und Rouven kannten einander und Aleena gehört auch zu den Zweiflern des ganzen Tathergangs. Man merkt an der Figur Renke einerseits, dass er den Spagat zwischen Beruf und Familie versucht zu schaffen und anderseits auch der Aufgaben des Revierleiters gerecht zu werden. Und mit der Sache, dass seine Tochter anderer Meinung ist, hat er nicht immer den Kopf frei.

Ihm wird die junge Kommissarin Nola van Herden zur Seite gestellt, die als Unbeteiligte ermitteln muss, ob die Renke unterstellten Polizisten richtig gehandelt haben. Zwischen beiden entstehen neben Reibereien auch mit dem Lauf der Geschichte Gefühle, die beide aber durch ihre impulsive Art mit Füßen treten.

Diese Krimi-Autorin habe ich bisher nicht gekannt, aber sie hat mich überzeugt, auch weitere Romane von ihr zu lesen, denn sie hat mit „Das Dorf der Lügen“ eine sehr gute und spannende Krimi-Unterhaltung für mich geschaffen und mir gelungene Lesestunden verschafft.

Für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanke ich mich bei kriminetz.de und beim Piper-Verlag.

Das Dorf der Lügen

Die junge Vikoria Engel ist erst seit ein paar Wochen bei der Polizeiinspektion Martinsfehn, als sie aus Versehen einen 16-jährigen Jungen erschießt. Um ihre Karriere nicht zu gefährden, überredet sie ihren Kollegen Oliver, die Sache so hinzudrehen, als ob sie von dem Jungen zuerst angegriffen wurden. Aber sie scheinen dabei einen Beobachter gehabt zu haben.

Und ein paar Tage später gibt es ein weiteres Opfer, das genauso daliegt, wie Rouven vor ein paar Tagen. Jetzt werde so manche Dorfbewohner verdächtigt, nicht zuletzt, weil es weitere Morde gibt, bei denen die Opfer mit Pfeil und Bogen getötet wurden.

Hauptkommissar Renken hält alle mögliche Personen für schuldig. Nun werden Ermittler von der Kripo eingeschaltet, das Sagen hat hier die forsche Nola. Auch sie gerät schließlich in Gefahr, da der Mörder vor nichts zurückzuschrecken scheint.

Ein wirklich grandios geschriebener Krimi, der uns auch das Wesen der Ostfriesen näher bringt. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite voller Spannung, man kann es nicht mehr aus der Hand legen und verdächtigt dabei so manche unbescholtene Person als Mörder. Auch das Cover ist sehr ansprechend und ziemlich düster. Über grasende Schafe wölben sich schwarze Wolken, was die ganze Szenerie unheimlich erscheinen lässt. Ein Buch, das ich durchaus guten Gewissens weiterempfehlen kann.