Cover von: Der Anruf
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Der Anruf

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3896675540

ISBN-13: 

9783896675545

Erscheinungsdatum: 

11.04.2016

Preis: 

19,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 587.201
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3896675540

Beschreibung von Bücher.de: 

Der New-York-Times-Bestseller: Verrat verjährt nicht!

Flughafen Wien, 2006: Auf dem Rollfeld steht ein Airbus mit einhundertzwanzig Passagieren an Bord, den Terroristen in ihre Gewalt gebracht haben. Die CIA vor Ort hat die Chance, die Geiselnahme zu beenden und Blutvergießen zu verhindern. Doch ihr Plan wird verraten - alle Passagiere kommen ums Leben. Der entscheidende Anruf kam aus dem Quartier der CIA.

Kalifornien, 2012: CIA-Agent Henry Pelham ist nervös. Nach Jahren wird er seine Kollegin Celia Favreau wiedersehen, mit der er in Wien eine kurze Beziehung hatte. Zusammen versuchten sie in jener Nacht fieberhaft, das Leben der Passagiere zu retten. Nun hat die interne Ermittlung der CIA den Fall neu aufgerollt. In einem Restaurant treffen sich Henry und Celia. Was als Gespräch unter ehemals Vertrauten beginnt, entwickelt sich zu einem packenden wechselseitigen Verhör, das schließlich die Wahrheit über den Verrat von Wien ans Licht bringt.

Ein genial spannend erzählter Politthriller über eine Welt, in der Loyalität nicht mehr belohnt wird.

Kriminetz-Rezensionen

Verrat verjährt nicht

Im Jahr 2006 wird auf dem Wiener Flughafen ein Airbus mit 120 Passagieren an Bord von vier Terroristen gekapert. Sie verlangen die Freilassung von mehreren politischen Gefangenen. In der CIA Zentrale in Wien versucht man, die Geiselnahme unblutig zu beenden. An Bord befindet sich ein Kurier der CIA, der per SMS Nachrichten aus dem Flugzeug übermittelt. Doch er wird entdeckt und getötet. Wer hat ihn verraten? Sechs Jahre später erhält Henry Pelham, CIA-Agent und in Wien dabei, die Aufgabe, im Rahmen einer internen Ermittlung, den Verräter zu entlarven. Sein Verdacht fällt auf seine ehemalige Geliebte und CIA-Agentin Celia Favreau, die mittlerweile als Ehefrau und Mutter in Kalifornien lebt. Sie verabreden sich zu einem gemeinsamen Abendessen. Henry hat bereits einen Plan, aber auch Celia ist gut vorbereitet.

Dieser Agententhriller ähnelt einem Kabinettstück. Fast die gesamte Handlung spielt sich an einem Tisch in einem Restaurant ab. Im wechselseitigen Gespräch zwischen Henry und Celia erfährt der Leser nach und nach was 2006 in Wien passiert ist, wobei er tief in die Welt der Spione und Agenten eintaucht. Das macht Olen Steihauer auf geniale Art und Weise. Die Geschichte fesselt bis zum überraschenden Ende. Und selbst da lässt der Autor noch einen kleinen Spielraum offen. Intelligente Unterhaltung, die einem sehr nachdenklich macht, gerade was die CIA und andere Geheimdienste betrifft.

Grandios

Zum Inhalt:
Vor sechs Jahren kam es zu vielen Toten bei einem Terroranschlag auf ein Flugzeug in Wien. Grund dafür war ein Anruf eines Mitglieds des amerikanischen Geheimdienstes bei dem Anführer der Terroristen. Jetzt trifft sich Henry mit seiner damaligen Freundin und Kollegin Celia in ihrer neuen Heimat, um den Verrat von damals aufzuklären. Ein Duell entspinnt sich: Welches Mitglied ihres Teams war der Täter, was der Grund für seine Tat und wer schützte damals wen?

Mein Eindruck:
Ich wünsche mir ganz schnell eine Verfilmung dieses Buchs - am liebsten mit Cate Blanchett und Russell Crowe. Denn dafür braucht es zwei überzeugende Schauspieler, da die Geschichte sehr schnell zu einem Kammerspiel dieser zwei Personen wird. Celia und Harry zeigen sich und dem Leser auf der einen Seite viele Facetten ihrer Persönlichkeiten, behalten aber genauso viel versteckt hinter einer Maske, die sie in ihrer Geheimdienstzeit perfektioniert haben. Olen Steinhauer gelingt es phänomenal gut, die Katastrophe von 2006, die unterschiedlichen Lebensphilosophien seiner Hauptpersonen und ihre Beweggründe komprimiert auf nur 270 Seiten zu präsentieren, so dass zumindest mir nichts nach dem Ende gefehlt hat. Das stilistische Mittel, zum größten Teil die beiden Ex-Agenten als Ich-Erzähler fungieren zu lassen, lässt die Leser tief in die Gedankenwelt eintauchen, bis zum Schluss ein gemeinsamer Teil in der dritten Person den nötigen Abstand zum Showdown liefert. Und selbst dann legt der Autor noch nicht alle Karten auf den Tisch, kurze Einschübe einer Tonbandaufnahme lassen den Leser über das Ende spekulieren, - genau so, wie man es in der diffusen Welt der Geheimdienste erwartet.

Das Buch lässt einen mit einem flauen Gefühl im Magen zurück und der Gewissheit, das wohl nichts so ist, wie es scheint und Loyalität und Gewissen manchmal nur Wörter sind, die auf dem Altar des Großen und Ganzen geopfert werden können, wenn es die Staatsräson so will.

Mein Fazit:
Ein Thriller, der wirklich das Prädikat "Weltklasse" verdient

Henry und Celia

2012: Henry Pelham, CIA-Agent, ist 2012 mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Carmel-by-the-Sea in Kalifornien. In einem Nobelrestaurant trifft er sich mit Celia Favreau, seiner alten Liebe und Ex-CIA-Agentin. Ihre gemeinsame Vergangenheit beinhaltet ein schlimmes Ereignis, bei dem 120 Menschen ums Leben kamen.

2006: Terroristen bringen einen Airbus mit 120 Passagieren in ihre Gewalt, um Sympathisanten freizupressen. Eine Befreiungsaktion ging dank eines Maulwurfs schief, so dass alle Geiseln umgebracht werden. Wer war der Maulwurf?

Genau dieser Frage versucht Henry Pelham auf den Grund zu gehen und trifft sich mit seiner alten Kollegin. Aber wird Henry der Wahrheit auf die Spur kommen? Was ist damals wirklich passiert?

Beide Protagonisten berichten in diesem Buch in der Ich-Form von ihren Erlebnissen, ihren Emotionen und ihrer Sicht der Geschehnisse 2006. Der Autor hat eine angenehme und sehr schöne Schreibweise, welche zu Beginn sehr vielversprechend ist. Aber schon sehr bald stagniert die Handlung, es wird sehr politisch, dem Leser fliegen viele Politikernamen um die Ohren und man hat das Gefühl, dass die gerade mal 272 Seiten ins Unendliche dehnen.

Der Leser muss bei diesem Buch wahres Durchhaltevermögen beweisen. Im letzten Drittel gewinnt das Buch allerdings wieder an Pluspunkten, die durch den überraschenden und sehr gut formulierten Schluss noch gekrönt wird. Das eigentliche Ende ist offen.

Die bildhafte Sprache des Autors zaubert ein schönes Kopfkino beim Leser, so dass es weniger auffällt, dass die eigentliche Handlung sich auf den Flug nach Kalifornien und das Treffen im Restaurant beschränkt.

Fazit:
Ein schöner Einstieg, ein toller Schreibstil, jedoch eine langatmige Mitte, die den Leser beinahe zur Verzweiflung und zum Aufgeben zwingt, ihn aber letztlich mit einem sehr gelungenen Schluss belohnt.