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Helene geht baden

Der erste Fall für Willa Stark. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 300 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3956020286

ISBN-13: 

9783956020285

Erscheinungsdatum: 

09.2014

Preis: 

13,90 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 1.661.148
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3956020286
Beschreibung von isabellaarchan

Helene ist jung, Helene ist blond, Helene liebt baden. Jeden Abend entspannt sie sich im schaumigen Wasser. Danach kuschelt sie sich auf die Couch ihrer Kölner Singlewohnung.

Fritz ist alt, Fritz ist verwitwet, Fritz ist einsam. Abends sitzt er schuldbewusst mit seinem Fernglas am
Fenster und beobachtet seine Nachbarn. Die Greise im Altenheim, den Dicken auf seinem Trimm-Rad. Und Helene. Doch was er eines Abends sieht, lässt seine und Helenes Welt auseinanderbrechen.

Willa kommt aus Graz, Willa ist Polizistin und Willa ist hartnäckig. Deshalb ist sie bestens geeignet, das Danach für Helene erträglich zu machen und den Täter zu suchen. Aber Willa tappt im Dunkeln und Helene ertrinkt im Leben.

Ein Kriminalroman über die unsichtbare Verbindung zwischen Opfer und Täter.

Kriminetz-Rezensionen

Baden

Eine junge Frau wird an einem See tot aufgefunden. Moni ist an ihren Schnittverletzungen am Bauch jämmerlich verblutet. Als sie ein Jogger findet, kann sie alles von oben beobachten. Aus dieser Perspektive erfährt der Leser was geschehen ist.

Willa ist eine junge Polizistin aus Graz, nach Köln abgeordnet, die mit ihrem Lebensgefährten dem Kater Jimmy zusammenlebt. Sie ermittelt verbissen. In ihrem Blut fließt Mörderblut, wie sie zu sich selber sagt. Denn ihr Onkel hat seinen Freundin im Affekt getötet. Obwohl der Täter von Moni viele Spuren hinterlassen hat, ist er nicht zu kriegen. Die Polizei tappt im Dunkeln.

Dann wird Helene sein nächstes Opfer. Sie überlebt. Das hat sie dem Rentner von gegenüber zu verdanken, der Abend für Abend mit seinem Fernglas am Fenster sitzt. Er beobachtet Helene gerne wie sie baden geht. Und Helene geht jeden Abend baden. Sie liebt baden. Eines Abends sieht der Rentner Fritz, wie sie steif und unnatürlich auf einen Stuhl sitzt. Er ruft die Polizei. Der Täter entkommt wieder.

Wird Willa es schaffen ihn diesmal zu finden, bevor noch mehr Frauen aufgeschlitzt werden?

Das ungewöhnliche an diesem Krimi sind die verschiedenen Perspektivenwechsel und, dass die Aufklärung des Falles an zweiter Stelle steht. An erster Stelle steht Helene und ihre Leben nach dem Überfall. Der Leser erhält viele Einblicke in die Psyche von Helene und nebenbei in die der Ermittlerin Willa. Beide Frauen haben ein Ziel, den Täter zu finden.

Es wird immer mal wieder aus einer anderen Perspektive erzählt. Mal aus Helenes, Willas, des Täters, eines Nachbarn, des Onkels. Anfangs musste ich ganz schön aufpassen, wer nun dran ist. Das gab sich schnell und ich fand es spannend, immer wieder neue Perspektiven kennen zu lernen.

Ich fand es auch spannend, wie sachlich-trocken geschrieben wurde und wie ich mich doch emotional in die beiden Hauptfiguren hineinversetzen konnte. Alle Charaktere der Geschichte wirken außergewöhnlich und doch normal. Hat nicht jeder irgendeinen Spleen? Gern mochte ich auch den Rentner Fritz, der einsam war und um seine Frau trauerte. Auch hier werden wieder diese zwei Seiten einer Persönlichkeit deutlich: Spanner und trauernder Witwer.

„Helene geht baden“ dieser Titel ist wirklich der Schwerpunkt im Buch. Helene geht immer wieder baden, um sich wohl zu fühlen, um abzuschalten, um sich geborgen zu fühlen usw. Selbst der Täter kann ihr dieses Wohlbefinden in der Wanne nicht nehmen.

Ein überaus gelungener Debütstart der Autorin Isabella Archan. Weiter so!