Cover von: Die ohne Schuld sind
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Bücher.de Preis: EUR 15.00

Die ohne Schuld sind

Detective Max Wolfes sechster Fall. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 304 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3431041302

ISBN-13: 

9783431041309

Auflage: 

1 (28.02.2020)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3431041302

Beschreibung von Bücher.de: 

Die allseits beliebte Jessica wird eines Abends direkt vor ihrer Wohnung entführt. Schnell stellt sich heraus, dass sie das falsche Opfer ist. Anscheinend sollte ihre Mitbewohnerin, die Geliebte eines Drogenbosses, entführt werden.

Max Wolfe und sein Team machen sich mit Hochdruck daran, Jessica zu finden. Max ahnt nicht, welche Abgründe tatsächlich hinter dem Fall lauern. Plötzlich befinden er und seine Tochter sich im Fadenkreuz von Kriminellen, die vor nichts zurückschrecken …

Kriminetz-Rezensionen

Niemand ist wirklich unschuldig

Zum Inhalt:
Jessica, eine allseits beliebte, alleinerziehende Mutter, wird auf dem Nachhauseweg aus dem Auto heraus entführt. Max Wolfe und sein Team können sich die Beweggründe dafür nicht erklären, bis sie erfahren, dass ihre Mitbewohnerin seit einiger Zeit in einem innigen Verhältnis mit dem stadtbekannten Großkriminellen Harry steht. Sollte er erpresst oder bestraft werden? Doch wer hasst ihn so sehr und vor allen Dingen – wo ist Jessica?

Mein Eindruck:
Eine Besonderheit an den Max-Wolfe-Romanen ist, dass man – ähnlich wie bei Game of Thrones – immer mit dem Ableben einer liebgewonnenen Figur rechnen muss. Und so fiebert man mit Max, seiner Familie und seinem Team, ob alle auch das Licht des letzten Tages erleben werden. Eine andere, dass die Figuren gerne in Grauzonen agieren, und zwar unabhängig davon, ob sie auf der richtigen oder falschen Seite des Gesetzes stehen – gerne wird einmal ein großer Zeh (oder mehr) über der Grenze platziert. Dadurch, dass Wolfe zwar selber sehr integer ist, jedoch Verständnis für seine Mitmenschen und ihre Handlungen aufbringt, entwickeln sich viele spannende Fragen für die Leserschaft, wobei jeder für sich entscheiden muss, wie weit das Recht gebogen werden kann, bevor es bricht.

Autor Tony Parsons gönnt seinem Protagonisten ein Privatleben mit Tochter und Hund und setzt diese Figuren auch gerne in das Rampenlicht von Gefahr und Ärger – trotzdem nervt es nicht, weil die Kümmernisse übliche sind und von Wolfe bewältigt werden, ohne dass der Held in Alkohol, Drogen oder Selbstmitleid versinkt.

Einzig die Aufklärung des Hauptverbrechens (ja, es gibt noch einige Nebenkriegsschauplätze) ist dem Meister des Twists nicht so gut gelungen wie in den Vorgänger-Krimis, da seine „Überraschung“ nicht nur vorhersehbar, sondern zutiefst unlogisch ist. Aber bei dem ansonsten äußerst rasanten und berührenden Fall ist das Jammern auf hohem Niveau.

Mein Fazit:
Immer wieder gut!