Cover von: Guglhupfgeschwader
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Guglhupfgeschwader

Der neunte Fall für Franz Eberhofer. Ein Provinzkrimi
Buch
Broschiert, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423262311

ISBN-13: 

9783423262316

Erscheinungsdatum: 

12.08.2019

Preis: 

15,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 122
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423262311

Beschreibung von Bücher.de: 

Grandioses »Dienstjubiläum«: Der zehnte Fall für den Eberhofer!

»Du, Franz, ich brauch dringend deine Hilfe«, flüstert der Lotto-Otto dem Eberhofer ins Ohr und versaut ihm den Samstagabend mit der Susi. Dabei könnte er sich so schön feiern lassen, hat man doch in Niederkaltenkirchen beschlossen, dem erfolgreichen Dorfgendarm zu Ehren den Kreisverkehr auf den Namen »Franz-Eberhofer-Kreisel« zu taufen! Statt dessen muss er sich nun darum kümmern, dass den brutalen Verfolgern vom Lotto-Otto so rasch wie möglich das Handwerk gelegt wird. Bevor er die Ermittlungen aufnehmen kann geht allerdings der gesamte Lotto-Laden in die Luft - und der Eberhofer hat es jetzt auch noch mit einem Mord zu tun.

Kriminetz-Rezensionen

Was – schon 10 Jahre in Kaltenkirchen?

Kommissar Franz Eberhofer feiert sein 10-jähriges Dienstjubiläum. Nein, er will eigentlich nicht. Der Bürgermeister will feiern. Aber genau in dem Augenblick, wo geplant werden soll, tut sich ein neuer Fall auf. Oscar Feistl, genannt Lotto-Otto, hat Probleme mit Geldeintreibern. Seine Spielsucht ist ihm zum Verhängnis geworden. Und natürlich muss da der Eberhofer ran …

Wie schon in den vorherigen Geschichten um den Franz Eberhofer aus Kaltenkirchen geht es in Rita Falks Büchern in erster Linie nicht um den neuen Kriminalfall. Eher stehen die skurrilen Figuren im Mittelpunkt. Langsam habe ich den Eindruck, dass Franz, sein Vater, die Oma, seine Susi, der Birkenberger Rudi und all die anderen Figuren, die mir in den letzten Jahren so ans Herz gewachsen sind, einfach nichts mehr hergeben. Die letzten beiden Tage habe ich mich mit ihnen fast gelangweilt. Immer die gleichen Sprüche, die ich nicht mehr witzig finde; immer die gleichen Gesten. Mir fehlt einfach das Unvorhergesehene. Auch bei den vielen kleinen Randgeschichten – Nazis auf dem Sportplatz, das Brennen der alten Laternen vom Dachboden, die Namensgebung des Kreisverkehrs, Flötzingers Liebeskummer wegen seiner Mary und die kleinen Querelen im Kindergarten oder in der Metzgerei – nicht mal ein Schmunzeln ist mir hier ausgekommen.

Ich habe zwar auch hier wieder mit neuen Figuren Bekanntschaft gemacht. Nur blieben die meisten für mich nicht greifbar, hatten keinen Charme. Mit einer Ausnahme: Fräulein Barbi mit ihrem Knicks-Tick.

Den Kriminalfall dagegen fand ich hier sehr interessant und ausbaufähig. Auch, dass der Birkenberger Rudi sich endlich mal gegen seinen Kumpan und Freund auflehnt, sich sogar gegenüber der holden Weiblichkeit aufgeschlossen zeigt, fand ich erfreulich.

Zum Abschluss gibt es auch wieder fünf Rezepte aus dem Kochbuch der Oma anno 1937 zum Nachkochen. Ich bin gespannt, ob ich den Guglhupf genauso gut hinbekomme wie die Oma.

„Guglhupfgeschwader“ ist der 10. Fall für den Niederkaltenkirchener Kommissar Franz Eberhofer. Und obwohl ich diesmal nicht so überzeugt von ihm und seinen Freunden war – ich werde auch dem 11. Fall als sein Fan treu bleiben. Einmal Eberhofer – immer Eberhofer!

Ausgespielt

Niederkaltenkirchen kommt nicht zur Ruhe. Diesmal ist es der Lotto-Otto, der für Aufregung sorgt. Schwer verzockt hat er sich. Seine Gläubiger sind ihm schwer auf den Fersen und ihre Drohungen scheinen alles andere als heiße Luft zu sein. Doch wozu hat man Freunde? Der Franz ist so einer. Obwohl es ihn sein wohlverdientes Wochenende kostet, mischt er sogar noch den Rudi auf, um dem Otto zu helfen. Dies rettet zwar fürs Erste den Otto, aber für dessen Mutter, die Nicole, kommt jede Hilfe zu spät. Das ist dann doch entschieden zu viel für den Lotto-Otto. Folgerichtig gerät er in Panik und flieht. Dass ihm jetzt aber nicht nur seine Gläubiger, sondern auch der Franz und der Rudi auf den Fersen sind, macht die Sache natürlich nicht einfacher für ihn. Und so ist es kein Wunder, dass ihn, trotz seines ausgeklügelten Plans, das Schicksal letztendlich doch ereilt und er für seine Sünden geradestehen muss.

FAZIT
Ein nach altbewährtem Muster gestrickter Provinzkrimi, der sich – mit unwesentlich neuen Sprüchen – durch die stimmige Weiterentwicklung seiner Protagonisten trotzdem als unerwartet unterhaltsame Lektüre erweist.