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Der Preis des Todes

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3805200129

ISBN-13: 

9783805200127

Auflage: 

1 (13.03.2018)

Preis: 

19,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 107.165
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3805200129

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein hochspannender neuer Stand-Alone vom »Großmeister des deutschen Politthrillers« (hr2 Kultur) zum Thema Lobbyismus und Medien.

Ein Politiker am Rand des Abgrunds.
Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der Wahrheit.
Ein todkranker Kommissar, der nur für seinen letzten Fall lebt.

Als Christian Wagner erhängt in seiner Berliner Wohnung aufgefunden wird, glaubt Sarah Wolf nicht an Selbstmord. Die Moderatorin einer politischen TV-Talkshow hatte seit ein paar Wochen eine Beziehung mit dem Bundestagsabgeordneten, der gerade von einem Boulevardblatt als Lobbyist des Krankenhausbetreibers Samax AG hingestellt wurde - eine Katastrophe für Christians Karriere, aber ein Grund für einen Suizid? In seinen Unterlagen stößt sie auf einen Bericht über ein Flüchtlingslager in Kenia. Und muss sich fragen, wie gut sie den Mann kannte, den sie zu lieben glaubte.

Unterdessen wird an einem See bei Düsseldorf eine Frauenleiche entdeckt. Kommissar Paul Sellin findet heraus, dass Johanna Kling kurz vor ihrem Tod mit Christian Wagner in Kontakt stand. Was hatte die 28-jährige Menschenrechtsaktivistin mit dem Politiker aus Berlin zu schaffen? Sellin muss den Mord aufklären, koste es, was es wolle. Denn er ist schwer krank, und dieser Fall könnte sein letzter sein...

Kriminetz-Rezensionen

Hat mich nicht so geflasht, wie andere Romane des Autors

Sarah Wolf, Moderatorin einer beliebten Talkshow, hat ein heimliches Verhältnis mit dem Staatssekretär Christian Wagner. Als dem Lobbyismus vorgeworfen wird und er kurz darauf erhängt aufgefunden wird, kann Sarah nicht anders, als seinen Tod aufklären zu wollen.

Kriminalhauptkommissar Paul Sellin arbeitet in der Vermisstenabteilung. Als eine Frau, die vor Monaten vermisst gemeldet wurde, ermordet aufgefunden wird, hat er Schuldgefühle. Vielleicht hätte er ihr Verschwinden ernster nehmen sollen? Zumindest den Mord an ihr will er aufklären …

Zwei Romane habe ich von Horst Eckert bereits gelesen, aus der Reihe mit Vincent Veih, die ich beide sehr gut fand. „Der Preis des Todes“ ist ein Stand-Alone, aber auch hier wird Horst Eckert seinem Ruf als Politthriller-Autor gerecht. Die Themen sind aktuell, u.a. geht es hier um Lobbyismus, Flüchtlinge und politische Einflussnahme.

Der Roman ist spannend mit Pageturnerqualität, auch durch die kurzen Kapitel, die regelrecht auffordern „nur noch eins“ zu lesen. Manche Elemente der Auflösung ergeben sich schon sehr früh, so dass sich das „Warum“ schnell abzeichnet und auch zum „Wer“ hat man zumindest zum Teil bald seine Vermutungen. Spannung bringt die Skrupellosigkeit der Täter ins Spiel und die Art, wie sie agieren. Sehr gut gefallen mir auch die Szenen rund um Sarahs Talkshow, die einen tiefen Einblick geben. Erschütternd sind die Szenen, die in einem – tatsächlich existierenden – Flüchtlingslager in Afrika spielen.

Womit ich so meine Probleme habe, sind ein paar Klischees, die hier bemüht werden, manche passen in die Erzählung, wie etwa das Ende von Paul Sellins Erzählstrang, andere finde ich persönlich sinnlos und entbehrlich, wie etwa eine Sache aus Sarahs Erzählstrang, auf die ich leider aus Spoilergründen nicht näher eingehen möchte, hier ging es aber meiner Meinung nach schon sehr in Richtung Kitschroman.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefällt, sind die Charaktere, nicht nur, dass mir fast keiner wirklich sympathisch ist, sie sind mir auch zu oberflächlich gezeichnet. Dass mir vor allem die Protagonistin nicht, weder positiv noch negativ, nahe kommt, ist fatal, mit ihr bangen konnte ich nicht. Da sie jedoch von Personen umgeben ist, die mich gefühlsmäßig mehr gepackt haben, wie etwa Kameramann Nils, empfand ich den Roman dennoch als spannend. Paul Sellin dagegen konnte mich emotional mehr berühren, auch wegen seines persönlichen Hintergrundes.

Schade, dass der Autor auch hier wieder auf ein Nachwort verzichtet, in meinen Augen würde der Roman dadurch aufgewertet.

Der Roman ist aktuell und spannend, mir sind die Charaktere jedoch nicht tiefgehend genug ausgearbeitet und der Roman teilweise etwas klischeehaft, so dass ich nur 3,5 Sterne vergeben kann. Wer Politthriller mag, kann zugreifen.

Aktuell, brisant, packend

Ich kannte schon die Bücher mit Vincent Che Veih und war deshalb sehr gespannt auf den aktuellen Stand-Alone-Thriller des Autors.

Sarah Wolf, eine toughe 36-jährige Moderatorin einer Polit-Talk-Runde mit eigener Produktionsfirma hat ein geheimes Verhältnis mit dem Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Christian Wagner – eine brisante Verbindung. Privat planten sie gerade ihren ersten gemeinsamen Urlaub auf den Malediven, als sie von seinem Tod erfährt. Offiziell soll es ein Suizid gewesen sein, aber daran kann sie nicht glauben. Sarah weiß mittlerweile, dass sie von Christian schwanger ist und sie möchte Klarheit haben, wen sie in Wahrheit geliebt hat. Unterstützt von einem Kameramann und ihrer Assistentin Laura verfolgt sie eine heiße Spur und reist nach Kenia. Diese kleine Gruppe unternimmt unter Lebensgefahr eine Reise ins Ungewisse, kommt zu unglaublichen Erkenntnissen und schafft es, das Filmmaterial darüber außer Landes zu bringen.

Ungefähr zur gleichen Zeit wird die Leiche von Johanna Kling an einem See gefunden. Sie war Referentin bei der Hilfsorganisation Humanity First International und erst vor kurzem von einem Aufenthalt in Kenia zurückgekehrt. In ihrer Tasche wurde ein Zettel mit der Adresse von Christian gefunden. Eines ist sofort klar, es muss eine Verbindung geben, nur der Grund dafür bleibt lange Zeit im Dunkeln.

In Deutschland kümmert sich Kriminalhauptkommissar Paul Sellin, der gerade eine neue Krebsdiagnose erhalten hat und Vater von Sarah ist, um die Aufklärung des Todes von Johanna. Außerdem ist sein größter Wunsch, mit seiner Tochter noch am Ende seines Lebens Frieden zu schließen.

Die Auflösung und das Ende waren dann noch mal ein echter Showdown – spannend, fesselnd und überraschend.

Ich habe diesen packenden und komplexen Polit-Thriller sehr gerne gelesen. Dank der intensiven Recherchearbeit des Autors bekam man als Leser interessante Einblicke in die Arbeit hinter der Kamera bzw. hinter den Kulissen von Talkshows, über schmutzige Geschäfte und über andere aktuelle, brisante Themen, die ich hier allerdings nicht benennen möchte, um die Spannung nicht vorwegzunehmen. Die Figuren waren sehr gut und menschlich beschrieben, egal ob sie sympathisch waren oder nicht. Realistisch und authentisch lasen sich auch die teilweise menschenverachtenden Äußerungen über Flüchtlinge.

Diesen packenden Thriller werde ich sehr gerne weiterempfehlen!

Ein sehr spannender und aufrüttelnder Politthriller!

„Ein Politiker am Rand des Abgrunds.
Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der Wahrheit.
Ein todkranker Kommissar, der nur für seinen letzten Fall lebt.“
Aus dem Klappentext des Buches

Zum Inhalt: Die Journalistin Sarah Wolf ist in einer politischen TV-Talkshow Moderatorin. Seit ein paar Wochen ist sie mit dem Staatssekretär Christian Wagner liiert. Vor kurzem wurde er von einem Boulevardblatt als Lobbyist des Krankenhausbetreibers Samax AG hingestellt. Als er tot in seiner Berliner Wohnung gefunden wird, sieht es wie ein Suizid aus. Sarah ist schockiert und beginnt mit Nachforschungen, bei denen sie auf eine mysteriöse Liste stößt …

In Düsseldorf wird die Leiche von Johanna Kling, einer Menschenrechtsaktivistin der Humanity First International, entdeckt. Kriminalkommissar Paul Sellin ermittelt … Nach einer Reise nach Dadaab traf sie sich mit Christian Wagner … Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen?

„Und dann eines Morgens geht die Sonne auf, und alles bricht in Stücke. - Paul Auster, 4 3 2 1“ Zitat aus dem Buch, Seite 8

Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors Horst Eckert ist fließend. Erzählt wird aus verschiedenen Sichten und an mehreren Handlungsorten in Deutschland und Kenia. Es beginnt in Dadaab in Kenia, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Schon in den ersten Seiten bekommt man einen ersten Eindruck von Dadaab. Was hat Johanna Kling dort erfahren? ... Danach ein Wechsel nach Deutschland…

„Die Stadt gab es seit fünfundzwanzig Jahren. Mehrere hunderttausend Menschen waren in dieser Zeit hierhergezogen, denn hinter der nahen Grenze herrschten Krieg, Willkür, Mord und Vergewaltigung. Und wenn die Regenperiode ausfiel, auch Hunger. Die Überlebenden kamen völlig mittellos an. Die Milizen von al-Shabaab hatten ihnen das Vieh geraubt und die letzten Vorräte geplündert. Nur wenige Menschen schafften es, von hier weiterzureisen. Die Behörden verboten ihnen die Ansiedlung im Rest des Landes. Andere Nationen verschlossen ihre Grenzen. Sie versuchte sich vorzustellen, wie es war, ohne Hoffnung zu sein. Dadaab. …“ Zitat aus dem Buch, Seite 10

Die Hauptperson Sarah Wolf war mir sofort sympathisch. Eine der Wenigen, die als unbestechlich bekannt ist. Sie lässt sich weder vom TV-Sender noch von hochrangigen Politikern beeinflussen. Die weiteren Personen sind ebenfalls authentisch. Der Handlungsverlauf ist sehr spannend und aufregend! Was Sarah herausfindet, deutet auf etwas Entsetzliches! War Christian Wagner doch nicht so unschuldig, wie sie glaubte? Sind noch mehr Politiker darin verstrickt? ... Sarah geht gefährliche Risiken ein … Die Ermittlungen vom Kriminalkommissar Paul Sellin scheinen zunächst zu stagnieren, doch Paul gibt nicht auf! Er will unbedingt den Mörder finden!

Der Autor bringt das Thema Lobbyismus überzeugend in die Handlung ein! Konkurrenzdenken und Profitgier ist in der Politik, sowie in der Wirtschafts- und Medienbranche weitverbreitet. Korruption und dunkle Machtspiele. Um die eigenen Interessen zu verwirklichen, schreckt so mancher auch vor vorsätzlichen Verbrechen nicht zurück. Das Leben anderer Menschen ist in ihren Augen nichts wert. Es ist unglaublich und erschütternd, wie weit sie gehen, und doch auch realitätsnah. Besonders berührt haben mich die Szenen im Flüchtlingslager. Interessant fand ich den Blick hinter die Kulissen einer Talkshow. Mit sehr guten Recherchen über Politik, Medienbranche und Dadaab bringt der Autor die Verhältnisse sehr eindrucksvoll und beängstigend zur Geltung!

Ein sehr spannender und aufrüttelnder Politthriller mit hochaktuellen Themen! Klare Leseempfehlung! 5 Sterne