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Das Gift der Wahrheit

Thriller
Buch
Taschenbuch, 432 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453359771

ISBN-13: 

9783453359772

Erscheinungsdatum: 

09.07.2018

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 168.696
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453359771

Beschreibung von Bücher.de: 

Kriminalhauptkommissarin Alexis Hall wird zusammen mit der Kriminalbiologin Karen Hellstern zu einem Tatort nahe des Mannheimer Klärwerks gerufen. Um den Hals der Toten hängt ein Medaillon mit einer in Harz gegossenen Spinne. Hellstern findet mithilfe von Wasserproben heraus, dass die Frau in einem nahegelegenen Waldgebiet umgebracht wurde. Hier werden zunächst menschliche Fingerknochen in der Folge insgesamt zwölf weitere Frauenleichen entdeckt. Alle unter dreißig und alle tragen ein Kreuzspinnen-Medaillon. Einem Instinkt folgend geht Hall einer Spur nach, die nach Kolumbien führt. Dort wurde Jahrzehnte zuvor ein Massengrab mit ausschließlich weiblichen Leichen entdeckt - Todesursache: Spinnengift. Dem mutmaßlichen Täter gelang erst kürzlich die Flucht ...

Kriminetz-Rezensionen

Je schlimmer man behandelt wird, umso schrecklicher kann man werden

"Wenn ein Mensch uns zugleich Mitleid und Ehrfurcht einflößt, dann ist seine Macht über uns unbegrenzt." (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

An einer abgelegenen Stelle am Mannheimer Klärwerk findet man zufällig durch eine Drohne die Reste einer stark verwesten Leiche. Hauptkommissarin Alexis Hall und die Kriminalbiologin Karen Hallstern besichtigen den Tatort. Dabei entdecken sie ein Medaillon, das eine in Harz gegossene Kreuzspinne enthält. Ist dieses Medaillon von der Toten oder hat der Täter es der Toten umgehängt? Bei näherem Betrachten kommt bei Karen der Verdacht auf, dass die Leiche vielleicht nur auf der Halbinsel angeschwemmt wurde. Weitere Recherchen führen zur Freundin des Opfers Gabriela Thalberg und ihrer Tochter Merle, die, wie sich herausstellt, beide schon seit längerem von ihrem Exmann bedroht werden. Kann es sein, dass die Tote Opfer eines Eifersuchtsdramas wurde? So bleibt es nicht aus, dass Karen, die Merle und ihrer Mutter helfen will, nicht mehr objektiv bleibt und so immer mehr zur Belastung für Alexis und den Fall wird. Als sie dann die eigentlichen Ablegestelle finden, eröffnet sich ihnen ein unfassbarer Fundort mit vielen Toten und jeder Menge Medaillons mit Spinnen. Erst eine Spur zu einem Massenmörder in Kolumbien und zu dessen Vergangenheit scheint neue Kenntnis zu bringen. Derweil rennt Alexis die Zeit davon, da die Abstände zwischen den Taten immer kürzer werden. Außerdem hat Alexis hat noch andere Sorgen, da ihr Onkel Magnus den Tod seines Sohnes neu aufrollen möchte, bei dem er Alexis eine Schuld einräumt.

Meine Meinung:
Nachdem mir schon Julia Corbins Debüt gefallen hat, habe ich mich schon sehr auf den zweiten Fall von diesem sehr extravaganten Ermittlerduo Hall/Hallstern gefreut. Das tolle Cover kommt erst zu Geltung, wenn man es in den Händen hält, den hier spürt man die glatte und raue Ebene. Der Schreibstil ist wieder sehr gut und fesselnd, so dass mich das Buch sofort in den Bann zog. In kurzen Kapiteln eingeteilt erleben wir nicht nur Ermittlerin Alexis Hall bei ihrer Arbeit, sondern auch Kriminalbiologin Karen Hallstern bei ihren Untersuchungen und auch deren Privatleben kommt nicht zu kurz. Außerdem erhalten wir einen Einblick in die Vergangenheit des Täters und es geht um Spinnen in jeglicher Art. Der Plot war außerordentlich gut durchdacht, wieder einmal bestens recherchiert und es machte mir richtig Spaß, in diesen Fall einzutauchen. Dabei hat mich die Autorin immer wieder geschickt in die Irre geführt, bis ich den Täter erst kurz vor Ende vor Augen hatte. Nicht nur die Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart, nein auch die Brutalität und Grausamkeit des Täters haben mich erschreckt. Dazu kommt noch die Art, wie er seine Opfer tötet, die sicher kaum einen Leser kalt lassen wird und die mir noch heute Gänsehaut beschert. Wieder einmal bekommen wir zum eigentlichen Fall viel Wissen in Sachen Biologie, vor allem Kriminalbiologie, was mir schon beim Vorgängerband sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind gut gewählt, dabei haben mir hier die Freundinnen Hall und Hallstern sowie das restliche Team sehr gut gefallen. Natürlich darf es auch in Sachen Humor und Liebe nicht fehlen, das gehört bei der Autorin mit dazu. Warnen sollte ich allerdings alle Leser, dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und für Menschen mit Arachnophobie. Chapeau Julia Corbin, der Band ist ein guter Nachfolger für das Debüt und ich freue mich schon auf den nächsten Fall. Deshalb von mir die Höchstnote 5 von 5.

Sehr spannender Roman

Als Alexis Hall zu einer Leiche gerufen wird, ahnt sie noch nicht, dass sie es mit einem perfiden Killer zu tun haben wird. Zeitgleich machen ihr private Schwierigkeiten das Leben schwer, nicht nur ihre Freundschaft zu Kriminalbiologin Karen Hellstern steht auf der Kippe, auch ihr Ruf könnte größten Schaden nehmen.

Nachdem ich vom ersten Band der Reihe begeistert war, war es klar für mich, dass ich auch Band zwei lesen wollte. Das Buch besticht schon vor dem Lesen mit seiner interessanten Haptik, die auch Leser, die sonst nicht dazu neigen, dazu bringen wird, das Buch hin und wieder zu „streicheln“.

Kaum mit dem Lesen begonnen hat mich der Roman schnell gepackt und mich von Anfang an miträtseln lassen, er hat mich aber auch erschreckt und mich hin und wieder gruseln lassen. Was Menschen Menschen antun können kann man immer einmal wieder in der Zeitung lesen oder in den Nachrichten hören, wir Krimi- und Thrillerfans können es zudem in den Romanen unserer Lieblingsautoren lesen, aber hier nimmt das schon ziemlich extreme Ausmaße an, und, um nur ein wenig zu spoilern, Spinnenphobikern wird der Roman viel abverlangen.

Interessant sind auch die Zeitungsartikel über eine Mordserie in Kolumbien sowie rückblickende Szenen aus diesem Land, bei denen man sich fragen muss, was sie mit dem aktuellen Geschehen zu tun haben könnten.

Auch dieser Roman kann wieder mit interessanten Ermittlungen punkten, vor allem im wissenschaftlichen Bereich, wofür auch hier wieder Karen Hellstern verantwortlich zeichnet. Als Kriminalbiologin hat sie einen ganz anderen Zugang, als man es gemeinhin von Ermittlern im Kriminalroman gewöhnt ist, und gerade in diesem Fall hat sie reichlich zu tun und trägt einige wesentliche Ergebnisse bei. Ihre Erlebnisse im Vorgängerband haben weder sie noch ihre Schwester ganz abschütteln können, alles andere wäre aber auch kaum glaubhaft.

Auch Alexis hat noch einiges aufzuarbeiten und wird hier erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Wer den Vorgänger noch nicht gelesen hat, wird „Das Gift der Wahrheit“ übrigens problemlos lesen können, und es gibt auch keine Spoiler, so dass man den ersten Band der Reihe noch mit Spannung wird lesen können.

Es gefällt mir gut, dass neben dem Fall auch das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt und durchaus auch Einfluss auf die Ermittlungen hat – ganz wie es im wahren Leben auch der Fall wäre. Man kann schon gespannt sein, wie sich die Ereignisse in diesem Band auf den nächsten auswirken werden.

Der Roman ist sehr spannend, ein regelrechter Pageturner, und lässt sich flüssig lesen. Als Leser ist man schnell emotional beteiligt, vor allem, weil uns Julia Corbin nicht nur in die Köpfe der Ermittler, sondern auch in die der Opfer blicken lässt – und auch der Täter erhält seine eigene Perspektive. Das macht das Geschehen manchmal kaum erträglich und umso mehr hofft man, dass Alexis, Karen und ihre Kollegen bald auf die richtige Spur gelangen. Die Auflösung hat es in sich, ist aber auch zufriedenstellend.

Nach Band 1 hatte ich große Erwartungen an Band 2, diese wurden erfüllt. Julia Corbin ist wieder ein absolut spannender Roman gelungen, den ich jedem Thrillerfan empfehlen kann. Von mir gibt es volle Punktzahl!

Das Gift der Spinnen

Ich hatte ja bei Band 1 "Die Bestimmung des Todes" ein bis zwei Schwachpunkte entdeckt, die mich gestört hatten, aber hier, im zweiten Band, konnte ich diese nicht mehr entdecken.

Der Fall an sich alleine schon hat mich begeistert, auch dass nicht zu viel und zu lang über biologische Maßnahmen berichtet wurde und endlich ist mir auch Alexis näher gekommen. Eine Steigerung zum vorherigen Band! Ich bin sehr froh, dass ich der Autorin noch eine Chance gegeben habe.

Leute, wer Angst und einen Ekel gegenüber Spinnen verspürt, der sollte sich der Story vorsichtig nähern. Es war schon gruselig zu lesen, was Spinnengift im Körper eines Menschen anrichten kann. Nichts für schwache Gemüter, die ansonsten Rosamunde Pilcher lesen, denn selbst mich hat es während des Lesens oftmals überall gekribbelt und geschüttelt.

Man erfährt zwar nicht, wer der Täter ist, aber gleich zu Beginn des Buches bekommt man Einblicke in dessen Leben bzw. Vorgeschichte und es wird Bezug zu einem alten Fall eines Serienmörders in Kolumbien gezogen. Zwischendurch bahnen sich noch kleine Liebeleien an, die Alexis und Stephan und Karen und Oliver betreffen. Doch wie so oft funken die Ex oder der Job dazwischen. Zum Glück wird es nicht zu romantisch und rosig, sondern es bleibt im Rahmen.

Trotz des extrem spannenden Kriminalfalles bleibt es auch nicht aus, dass Alexis wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und diesmal geht es wirklich um ihre Karriere. Die beiden Freundinnen müssen diesmal schlimmes miteinander erleben und aushalten, so werden die beiden, Alexis und Karen, sich immer mehr bewusst, dass sie sich aufeinander verlassen können und müssen.

Um einiges besser als Band 1 und somit konnte mich Julia Corbin endlich überzeugen und begeistern für diese Reihe, die ich weiterhin verfolgen werde.

Grauen auf acht Beinen

Eine Tote wird am Mannheimer Klärwerk angespült. Das Medaillon ihrer Kette ist ungewöhnlich, denn es ist eine in Harz gegossene Kreuzspinne. Hauptkommissarin Alexis Hall nimmt die Ermittlungen auf und wird von der Kriminalbiologin Karen Hellstern unterstützt. Es gibt keine Anhaltspunkte, warum die Frau getötet wurde, und auch die Freundin der Toten und deren Tochter können nicht weiterhelfen. Doch dann gibt es eine Spur, die zu einer älteren Mordserie in Kolumbien führt, bei der die Toten immer eine Spinne im Mund hatten. Damit ist klar, dass es weitere Opfer geben wird, Opfer, die durch das Gift der Spinne getötet werden.

Dies ist nach "Die Bestimmung des Bösen" der zweite Band um die Kommissarin Alexis Hall. Auch wenn ich den ersten Band nicht gelesen habe, so habe ich alle notwendigen Informationen erhalten. Es gibt in diesem Buch mehrere Handlungsstränge, die im Laufe der Zeit miteinander verknüpft werden. Da die Autorin Biologie studiert hat, fließt dies natürlich auch immer wieder in diese Geschichte mit ein. Gut allerdings ist, dass ich keine Arachnophobie habe, denn alles ist sehr detailliert beschrieben. Überhaupt ist es ein Thriller, der starke Nerven erfordert.

Alexis hat in ihrer Kindheit ein traumatisches Erlebnis durchmachen müssen und ist als Waise aufgewachsen. Obwohl ihr das immer noch nachhängt, hält sie es geheim, warum sie gerade diesen Beruf ergriffen hat. Auch Karen Hellstein gefällt mir gut, denn sie hat doch einiges beizutragen, was bei der Lösung des Falles hilfreich ist.

Interessant ist die Sicht des Mörders aus Kolumbien, bei dem eine schwierige Kindheit eine Rolle spielt, auch wenn das natürliche keine Entschuldigung sein kann. Darüber hinaus gibt es Abschnitte, die aus der Sicht der Opfer dargestellt und die ziemlich gruselig, aber auch grausam sind.

Es ist von Anfang an spannend und die Spannung steigt stetig. Dabei ist es mir nicht gelungen, die Auflösung schon vorher zu erkennen, denn immer wieder wurde ich auf falsche Wege geleitet. Es geht rasant und spannend zu, so dass man gepackt wird und das Buch schwer beiseitelegen kann. Lesenswert!

Nichts für schwache Nerven

Zum Inhalt:
Der Fund einer weiblichen Leiche ruft Kommissarin Alexis Hall und ihre Freundin, die Kriminalbiologin Karen Hellstern, auf den Plan. Die Frau starb an Spinnenbissen und sie ist nicht das einzige Opfer – ein sadistischer Serienmörder treibt sein Unwesen. Auf der Suche nach dem Killer geraten die beiden Ermittlerinnen nicht nur an ihre körperlichen, sondern auch an die seelischen Grenzen, da die eine von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und die andere die notwendige Distanz zu einem mittelbaren Opfer vermissen lässt.

Mein Eindruck ...
… wird zuerst einmal von dem außerordentlichen Cover bestimmt. Das sieht nicht nur rau aus, es fühlt sich auch so an. Handschmeichler wie dieser Umschlag sind ein Garant dafür, dass das „echte“ Buch noch lange nicht von seiner elektronischen Version verdrängt wird.

Dieses positive Gefühl trägt sich dann auch durch die Geschichte, welche sehr oft einen vor allem für Spinnenphobiker hohen Grad der Spannung hält. Die Story wird dabei unterstützt von einer Vielzahl Figuren, bei denen sich die Autorin vor allen Dingen bei den weiblichen Charakteren ein großes Maß an Mühe mit der Ausarbeitung gibt. Diese hat man sehr gut vor Augen – inklusive Kleidungsstil, Frisuren und anderen körperlichen Attributen. Bei den Herren der Schöpfung bleibt diese Detailarbeit aus, einzig die – natürlich fabelhaft aussehende – fast-oder-doch-nicht-aber-dann-doch-gerne-Beziehung von Alexis wird genauer beschrieben. Dazu sind viele negative Eigenschaften zumeist beim starken Geschlecht zu finden – Rachsucht, Homophobie, Gewalt wird dort verdrahtet, während die Frauen auch außerhalb der Krimihandlung eher Opfer sind. Das stört ebenso wie das übergroße Päckchen, das Alexis mit ihrer Herkunft als Kind eines Serienmörderpaares, Adoptivnichte eines unbelehrbaren Onkels und hilfloses Hascherl in Herzensdingen zu tragen hat – aber dabei soooo gut aussehend, dass die Leserschaft gähnt. Ähnlich verspannt ist Karen mit ihrer Unfähigkeit, Abstand zu dem Tatgeschehen und einem Opfer zu halten, dafür aber viel davon zu ihrer eigenen, privaten Umgebung aufbaut.

Aber abgesehen von dem privaten Kokolores ist Corbin eine sehr spannende Geschichte gelungen, mit überraschenden Wendungen, guten Erklärungen, detailreichen Todeskämpfen und interessanten Einblicken in die Gerichtsmedizin und Biologie.

Für den nächsten Krimi würde ich mir weniger Privatprobleme und mehr Fall wünschen. Die beiden Damen sind fähig, ihr Team sympathisch und differenziert – das darf auch einmal für einen Thriller reichen.

Mein Fazit:
Zu viel private Nebensächlichkeiten, dafür aber ein grandioser Kriminalfall.

Das Gift der Wahrheit

Inhalt:
Kolumbien 1998: In der Nähe der Stadt Pereira wird ein Massengrab gefunden. Die Opfer sind ausschließlich Frauen, alle haben eine Spinne im Mund. Zwanzig Jahre später kommt in Deutschland eine Frau auf die gleiche grausame Weise ums Leben. Zufall oder erschütternde Serienmorde? Ein neuer hoch spannender Fall für Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern.

Meine Meinung:
“Das Gift der Wahrheit” ist der zweite Teil der Reihe rund um Alexis Hall und Karen Hellstern. Auch ohne den ersten Teil zu kennen, kommt man gut in das Buch rein. Dieser Thriller war sehr spannend. Er beginnt mit einem Handlungsstrang in Kolumbien. Auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Rückblenden zum Geschehen in Kolumbien, aber der Grund dafür bleibt sehr lange verborgen.

Anfangs scheint das Privatleben von Alexis und Karen im Vordergrund zu stehen. Allerdings kommt schnell Schwung in den Fall und schon sind die Ermittler voll im Geschehen. Für mich war dieser Thriller bis zur letzten Seite spannend und ich konnte nur vermuten, wie sich alles zugetragen hat.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Die Vergangenheit lässt Alexis auch in diesem Band nicht los. Sie ist noch sehr damit beschäftigt, dass sie die Tochter eines Serienkillers ist. Deshalb lässt sie anfangs niemanden an sich ran. Sie war anfangs recht fremd, aber änderte dann auch noch. Anders war es mit der Kriminalbiologin Karen Hellstern. Sie war von Anfang an sympathisch. Auch die anderen Charaktere wirkten sehr vielfältig und sympathisch. Das Zusammenwirken der Charaktere gefällt mir ebenfalls sehr gut. Ein humorvolles und konzentriertes Team.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist präzise und spannend. Auch die Beschreibungen der Vorgehensweise des Täters waren sehr bildlich dargestellt. Die Handlung wurde rasant erzählt, dennoch war alles schlüssig. Die Handlung wird in abwechselnden Perspektiven beschrieben. Auch die Gefühle der Personen kommen nicht zu kurz. So kann man sich auch in die Gedanken der Charaktere versetzen.

Der Leser tappt durch die unerwarteten Wendungen bis zum Ende im Dunklen. Am Ende war ich wirklich überrascht, denn mit dieser Auflösung hätte ich nicht erwartet.

Fazit:
Ein unglaublich spannender zweiter Teil, den ich unbedingt weiterempfehle. Wer allerdings eine Spinnenphobie hat, sollte dieses Buch besser nicht lesen.

Das Buch bekommt 5 Sterne von mir.

Von Spinnen und Morden

In der Nähe der Mannheimer Kläranlage wird auf einer unzugänglichen Halbinsel im Rhein eine weibliche Leiche gefunden, die bereits mehrere Jahre dort liegt und ein Medaillon mit einer präparierten Spinne um den Hals trägt. Kriminalhauptkommissarin Alexis Hall nimmt zusammen mit ihrem Kollegen, Kriminalhauptkommissar Oliver Zagorny, die Ermittlungen auf. Mit dabei ist auch die Kriminalbiologin Karen Hellstern, die hilft, den Todeszeitpunkt zu ermitteln und die herausfindet, dass diese Leiche ursprünglich an einer anderen Stelle abgelegt wurde – wo die drei dann noch eine größere Anzahl anderer Leichen finden, die ebenfalls alle entsprechende Spinnen-Medaillons haben.

So hat die Kriminalbiologin Karen Hellstern alle Hände voll zu tun, um ihre aufwendigen Untersuchungen durchzuführen. Und auch sonst ist einiges im Gange: Insbesondere Alexis Hall weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Denn sie übernimmt die Leitung der für diesen Fall eingerichteten SOKO und hat außerdem noch mit den Intrigen ihres Adoptiv-Onkels zu kämpfen, der ihr vorwirft, im Alter von 14 Jahren für den Tod seines Sohnes verantwortlich gewesen zu sein. Deshalb strebt er jetzt einen Strafprozess gegen sie an und die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Außerdem läuft es mit der neuen Beziehung zu dem Europol-Ermittler Stephan Landeaux, der sich jetzt nach Mannheim versetzen ließ, um in ihrer Nähe zu sein, nicht alles so, wie sich Alexis das wünschen würde. Aber auch zwischen Karen und dem neuen Gerichtsmediziner bahnt sich etwas an. Und dann ist da noch Karens Schwester Louise, die ein neues Café eröffnet, wobei das gesamte Team zur Renovierung der neuen Räume anrückt. Und dann gibt es natürlich auch noch die Nachwehen des letzten Falles (»Die Bestimmung des Bösen«) und die These von dem Kill-Gen, das Alexis angeblich in sich tragen soll.

Kein Wunder also, dass in diesem Krimi die Ermittlungen etwas in den Hintergrund geraten. Es gibt von Anfang an zwei Verdächtige, denen aber nichts nachgewiesen werden kann. Einer der beiden weigert sich sogar mit den Ermittlern zu sprechen und droht mit seinen Beziehungen in »höhere Kreise«.

Ansonsten lebt die Geschichte von immer neuen Leichenfunden und dem gehäuften Auftreten von Spinnen. Ach ja, Karen wird dann auch noch vorgeworfen, zu große emotionale Beziehungen zu der Tochter eines der Verdächtigen aufzubauen, die durch Spinnenangriffe drangsaliert wird. Dadurch könnte sie nämlich ihre Unvoreingenommenheit bei den Ermittlungen verlieren. Für mich war das allerdings nicht nachvollziehbar, da sie ja nur unterstützend tätig ist und ihre Untersuchungen einfach nach Handbuch durchführt. Im Gegenteil fand ich die Bemühungen der übrigen Ermittler eher unangemessen, die so überhaupt nichts tun, um die Verdächtigen zu überführen oder weitere Ansätze zu verfolgen (sie sind ja schließlich mit Renovieren beschäftigt (hätte ich jetzt fast geschrieben)). Auch von der Arbeit der SOKO erfährt man so gar nichts ...

Die Auflösung des Falles ergibt sich dann eher zufällig, weil Stephan Landeaux eine Spur auftut, die nach Kolumbien führt, was der Leser zwar schon von der ersten Seite an weiß, was für die Kriminalisten aber total neu ist.

Fazit: Etwas weniger Privatleben und etwas mehr Ermittlungen wären nicht schlecht gewesen. Wenn man dann noch »Krimi« statt »Thriller« drauf geschrieben hätte (auch wenn man dann wahrscheinlich die unsinnigen Angriffe des Täters auf Hall und Hellstern hätte weglassen müssen) hätte man aus der Idee der Geschichte echt etwas machen können ...