Cover von: Auris
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Bücher.de Preis: EUR 12.99

Auris

Nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Thriller
Buch
Broschiert, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426307189

ISBN-13: 

9783426307182

Erscheinungsdatum: 

02.05.2019

Preis: 

12,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 2.097
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426307189

Beschreibung von Bücher.de: 

Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Hörspiel-Idee von Sebastian Fitzek. Rasant und ungewöhnlich: Thrillerspannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren!

Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden.

Hat er nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben.

Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr ...

Kriminetz-Rezensionen

Thriller vom Feinsten!

Zu Beginn steht der forensische Phonetiker Matthias Hegel im Mittelpunkt. Durch das Hören einiger Sätze kann er einen Geiselnehmer so einschätzen, dass er sogar selbst die Geiseln ohne Gewalt befreien kann. Als Leser findet man diese Fähigkeit mehr als faszinierend.

Im nächsten Kapitel trifft man auf die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge. Mit ihrem Bruder besucht sie nachts einen Friedhof in Buenos Aires. Nachdem der Bruder schon gegangen ist, bemerkt sie, dass sie nicht alleine ist und sie riecht Männerschweiß.

Was passiert dann mit ihr? Wie hängt ihre Geschichte mit dem Phonetiker Hegel zusammen? Mehr wird nicht verraten!

Den Thriller habe ich in einem Rutsch gelesen. Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Die Spannung ist von Anfang da und steigert sich von Kapitel zu Kapitel! Das Buchcover wirkt stylisch, modern und rätselhaft, genau wie der Titel des Buches. Dem Autorenduo Fitzek und Kliesch ist damit ein außergewöhnlicher Thriller gelungen und ich warte schon jetzt auf die Fortsetzung!

Für mich ist das Buch ein absolutes Meisterwerk an Spannung! Daher kommt von mir auch eine eindeutige Kauf- und Leseempfehlung!

Perfekt konstruiert

Zum Inhalt:
Um das Trauma ihrer eigenen Vergewaltigung zu verarbeiten, hat die Radiomoderatorin Jula einen Podcast eingerichtet, auf dem sie über wahre Verbrechen und Justizirrtümer berichtet. Ihre neueste Geschichte befasst sich mit dem Akustik-Profiler Hegel. Nie anders als rechtschaffen aufgetreten, sitzt dieser seit einem Jahr in Haft, da er einen überaus brutalen Mord gestanden hat. Obwohl Hegel Jula darum bittet, dass sie die Finger von seinem Fall lässt, bemerkt sie Ungereimtheiten in der Beweisfolge und stürzt sich in ein Abenteuer, welches nicht nur sie, sondern auch ihren kriminellen Halbbruder Elyas in Gefahr bringt.

Mein Eindruck:
Ja, der Name Fitzek zieht im Bereich der Psychothriller. Dass er allerdings noch auffälliger auf dem Cover abgebildet ist als der von Vincent Kliesch, obwohl nur die Idee von dem Bestsellerautor geliefert wurde, wird diesem Roman und seinem Autor absolut nicht gerecht. Denn weder in Schreibstil, noch in Spannungsaufbau, Brutalität und Begabung, die Leser in die Irre laufen zu lassen, steht Kliesch im Schatten des großen Meisters. Seine beiden Protagonisten sind klug gewählt: Eine hippe, junge Journalisten und ein genialer Wissenschaftler – die Basis für kluge und interessante Dialoge und Gefechte ist damit vorhanden. Und noch etwas gefällt: Dieses Buch soll der Auftakt zu einer Reihe sein, was die Einführung mehrerer Nebencharaktere voraussetzt. Trotz dieser Anforderung schafft es Kliesch, genügend Zeit auf den Fall zu verwenden und so viele falsche Spuren zu legen, dass selbst geübte Leser dieses Genres bis kurz vor Schluss über die Auflösung rätseln – und letztendlich sogar noch einmal überrascht werden. Private Verwicklungen der Charaktere sind dabei nicht störend, sondern notwendig und bringen die Story voran. Der Cliffhanger – und eigentlich sind es sogar zwei – ist genial. Denn er stört nicht den Abschluss einer Geschichte, lässt aber trotzdem nach dem nächsten Band der Reihe gieren.

Mein Fazit:
Furioser Auftakt, gerne bald mehr!

Mitreißend

Matthias Hegel ist ein akustischer Profiler. Während er eine Geiselnahme unblutig beenden kann, gesteht er gleichzeitig einen Mord an einer Obdachlosen. Nun ist er seit einem Jahr im Gefängnis. Die Podcasterin Jula Ansorge interessiert sich für diesen Fall. Dank eines anonymen Informanten aus dem Darknet beginnt sie zu recherchieren, will Matthias Hegel treffen, seine Unschuld beweisen. Doch Hegel sträubt sich dagegen. Gleichzeitig verschwindet Julas Halbbruder Elyas. Hat das einen Zusammenhang mit der Geschichte von »Auris«, Matthias Hegel?

Mich hat diese Geschichte überzeugt und gepackt, so dass ich das Buch nicht eher weglegen konnte, bis ich die letzte Seite verschlungen habe. Mich überrascht, dass man auf so spannende Ideen kommt. Das Buch ist angenehm zu lesen und gut verständlich.

Vincent van Kliesch

Matthias Hegel ist »das Ohr«. Weil »das Ohr« einfach nur dumm klingt, übersetzt man es ins Lateinische »Auris«. Man kann sich streiten, ob das jetzt so eine Verbesserung ist, zumal dieser Begriff für das Buch null Relevanz hat. Jedenfalls ist dieser Mann ein phonetischer Forensiker, also einer, der anhand der Stimme eines Menschen dessen Gemütslage erkennen kann, oder ob er lügt etc. pp. Als Auris hat er jede Menge Kriminelle hinter Gitter gebracht – jetzt befindet er sich selbst dort. Für den Mord an einer Obdachlosen.

Jula Ansorge ist Podcasterin und seit einem traumatischen Erlebnis immer auf der Spur von Verbrechen, die nicht sind, was sie zu sein scheinen. Sie nimmt sich den Fall Auris noch einmal vor und entfacht tödliche Gefahren – für sich und andere.

Es hat ein bisschen was von dem »Lie to me«-Feeling, sobald diese Story beginnt und das ist cool. (Ob sie so einen Typen wie aus dieser Serie Oculus genannt hätten?)

Danach jedoch geht es eigentlich nur noch um die Podcasterin und das Katz-und-Mausspiel, das der Drohanrufer mit ihr spielt. Richtig klischeehaft war die Einführung ihres Halbbruders Elyas, der so billig Krasschecker war, dass es wehtat und einen genauso billigen Reiche-Leute-Freund hatte, der mal eben mit einem Porsche irgendwo aufschlägt. Die Ermittlungen führten kreuz und in die Quere, nur waren sie nicht immer logisch. Ich sage nur Beelitz-Heilstätten. Dort gibt es seit Jahren einen Baumkronenpfad, der auch im Herbst zugänglich ist, zudem wurden viele der ehemaligen Heilstätten um- und ausgebaut. Die Vorstellung, dass dort jemand etwas Geheimes abzieht, ist einfach lächerlich. Da reißt auch der Twist am Ende der Story nicht mehr viel raus. So hat sich die Geschichte zwar schnell lesen lassen, wird aber wegen Belanglosigkeit auch wieder schnell vergessen sein. 2,5/5 Punkten.

Ein kritisches Gehör registriert jede Schwingung

»Gibt es ein Ohr so fein, dass es die Seufzer der welkenden Rose zu hören vermöchte?« (Arthur Schnitzler)

Der berühmte Berliner forensische Phonetiker Matthias Hegel auch Auris genannt, spürt an jeder kleinsten Schwingung den Gemütszustand eines Menschen. Dadurch kann er sehr genau zwischen Wahrheit oder Lüge unterscheiden. Zahlreiche Täter hat er so schon entlarvt und ins Gefängnis gebracht. Doch nun sitzt er selbst in Haft, nachdem er gestanden hat, eine Obdachlose während eines Streits mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge hat sich darauf spezialisiert unschuldig Verurteilten zu helfen, um ihr Urteil zu revidieren. Als sie in Hegels Fall recherchiert, stellt sie schnell fest, dass dieser die Tat gar nicht begangen haben kann. Doch Jula ist auch noch immer traumatisiert von den Ereignissen in Argentinien und dem Selbstmord ihres Bruders Moritz. Als sie sich immer mehr in Hegels Leben und seinem Fall vertieft, erhält sie anonyme Drohanrufe. Als Jula nicht aufgibt, gerät nicht nur sie immer tiefer in Gefahr. Ist Hegel wirklich unschuldig und kann Jula dies beweisen?

Meine Meinung:
Das sehr spezielle Cover fühlte sich besser an, als es aussah, dabei sollten die Rillen ein Frequenzspektrum von Signalen darstellen, was wiederum gut zum Phonetiker Hegel/Auris (lat. Ohr) passte. Ich muss vorwegsagen, dass mich dieses Buch gereizt hatte, da unter anderem der Autor Sebastian Fitzek für die Idee stand. Wobei ich von diesem Autor zuvor noch nichts gelesen, allerdings viel gehört hatte. Auch Vincent Kliesch kannte ich bisher nicht, allerdings frage ich mich, ob es wirklich nötig war, das man die Idee Fitzeks hier so groß ankündigte. Für mich sah dies hier eher wie eine reine Werbestrategie aus, die der Autor nicht nötig hatte. Denn der Schriftstil ist sehr gut, fesselnd und größtenteils äußerst unterhaltsam. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Handlungsstränge machten es mir leicht am Buch dranzubleiben.

Trotzdem hatte ich ein paar Dinge, die mich an diesem Thriller störten. Der eigentliche Held und Titelgeber kam meiner Meinung nach in diesem Buch viel zu kurz, das meiste drehte sich hauptsächlich um Jula Ansorge. Auch seine Tat, das Motiv und seine ganze Arbeit um die Phonetik waren meiner Meinung nach nicht gut ausgearbeitet. Dass es diese forensischen Phonetiker bei der Polizei gibt, da scheint es keinen Zweifel zu geben, nur hätte ich mir bei weitem mehr Informationen und Wissen um diese Thematik gewünscht. Besonders, weil ich die Szenen mit Matthias Hegel sehr interessant fand. Als ich dann so richtig in die Geschichte eingetaucht war, kam am Ende die Wendung, die mich doch sehr verwirrte. Die vielen Fragezeichen, die dadurch entstanden, so wie das offene Ende, das für mich eher nach einem provozierenden Cliffhanger aussah. Gerade diese gezielten Handlungsabbrüche bewirken bei mir immer ein ungutes Gefühl, wenn nicht sogar Wut. Denn dadurch werde ich zwangsläufig gezwungen, dass ich als Leser das nächste Buch kaufen muss, da ich natürlich wissen möchte, wie es weitergeht.

Aber auch sonst hatte das Buch viele Ungereimtheiten, wie z.B. dass ich mir nicht im Klaren war, was es mit diesem Vorfall in Argentinien auf sich hatte, auch hier ließ mich der Autor wie so oft im Ungewissen. Ebenso wie die Rettung der beiden Kinder anfangs, die einfach endete, ohne dass ich mehr was erfuhr. Hatten diese Handlungen etwas mit dem Plot zu tun oder waren sie nur Einleitung und schmückendes Beiwerk? Ebenso Julas Spekulationen am Ende, die mich mit lauter Fragezeichen zurückließen, auf deren Antwort ich nun Wochen oder gar Monate warten muss. Außerdem wurde ich mit den Charakteren nie richtig vertraut. Dadurch, dass ihre Lebensläufe nur oberflächlich angekratzt wurden, konnte ich keine wirklichen Gefühle und Sympathien für sie entwickeln. Sie blieben mir weitestgehend fremd und so hoffe ich sehr, das ich im nächsten Band mehr erfahre. Deshalb kann ich diesem Buch nur 3 1/2 von 5 Sternen geben, in der Hoffnung, dass die Fortsetzung mich mehr überzeugt und meine Fragen beantwortet.

Interessante, herausragende Ermittler

Matthias Hegel ist ein herausragender Profiler, einer, dem die Stimme des Täters genügt, um Herkunft, Aussehen und Psyche zu ermitteln – und vor allem um die Wahrheit von der Lüge zu trennen. Seltsamerweise bekennt er sich für schuldig an einem Mord, den er nicht begangen haben kann. Die junge Podcasterin Jula Ansorge will seine Unschuld beweisen und die Hintergründe zu Hegels Fall herausfinden. Doch damit bringt sie nicht nur sich selbst in Todesgefahr, sondern auch noch weitere Menschen, die ihr wichtig sind.

Vincent Kliesch schrieb diesen Thriller nach einer Idee von Sebastian Fitzek. So entstand eine Geschichte, die bis ins Letzte ausgeklügelt ist und mit viel Spannung aufwartet. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, ich habe dieses Buch in Nullkommanix verschlungen. Die Hintergründe zu einem Verbrechen, zu dem sich der Profiler bekennt, ohne schuldig zu sein, sind sehr gut ausgearbeitet, immer wieder kommen neue Rätsel hinzu, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Umso faszinierender ist die Lösung, die die Geschichte anbietet. Absolut genial finde ich die Figur des Profilers Matthias Hegel, mit seiner besonderen Gabe, die ihn zum „Auris“ werden lässt. Als gelungene Ergänzung dazu steht die Person der Podcasterin Jula Ansorge. Die beiden finde ich auch für weitere Folgen eine interessante Zusammenstellung. Ihre Geschichte bietet genügend Geheimnisse für weitere spannende Ermittlungen.

Der Autor verspricht eine Fortsetzung dieser Geschichte und es sind noch viele Fragen übrig geblieben, die eine spannende Weiterführung versprechen. Ich warte schon sehnsüchtig darauf, sicher mit vielen anderen, die dieses Buch genauso begeistert hat.

Spannender Auftakt einer Reihe

Der Phonetiker Matthias Hegel arbeitet als Forensiker in Berlin. Anhand der Stimme kann er Wahrheit von Lüge unterscheiden und so helfen, Kriminelle zu überführen. Nun gesteht er selbst einen Mord und landet im Gefängnis.

Die junge Rundfunk-Journalistin Jula Ansorge betreibt einen True-Crime-Podcast. Sie möchte unschuldig Verurteilte rehabilitieren und gerät auch an Hebels Fall. Davon überzeugt, dass er unschuldig ist, hängt sie sich richtig rein und bringt sich damit nicht nur sich in Gefahr.

Es ist eine interessante Thematik, aber ich finde, dass die forensische Phonetik ein wenig zu kurz gekommen ist.

Die Handlung verläuft spannend und rasant. Auch die Charaktere sind interessant. Matthias Hegel ist schwer zu durchschauen. Allzu glatt kommt ihm sein Geständnis über die Lippen. Jula Ansorge ist eine sympathische junge Frau, die ein Trauma mit sich herumträgt. Das motiviert sie dazu sich mit voller Kraft in die Klärung von zweifelhaften Urteilen zu begeben. Dabei will Hegel ihren Einsatz überhaupt nicht.

Es gab eine Reihe von Wendungen, die die Spannung hochgehalten haben. Das Ende ist stimmig, liefert aber auch Cliffhanger, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

Mich hat dieser spannende Thriller gut unterhalten.

Achtung!!! Suchtgefahr!!!

Mitzi hat sich in ihrem Leben arrangiert. Sie lebt mit ihrem Freund zusammen, der sie zwar berufsbedingt viel alleine lässt, aber sie ist zufrieden. Als sie eines Tages, während eines Kurzurlaubes in Kufstein, Zeugin eines Mordes wird, verändert sich ihr Leben radikal. Der Täter, der nun weiß, dass es eine Zeugin gibt, nähert sich ihr, tötet die Mitwisserin aber nicht. Auch Mitzi identifiziert den Mörder nicht bei der Polizei, stattdessen nähern sich die beiden immer mehr an und es entsteht eine ungewöhnliche und gefährliche Beziehung der besonderen Art ...

Ich habe von der Autorin Isabella Archan bereits die Bücher der Reihe um die ermittelnde Zahnärztin Dr. Leo Kardiff verschlungen und war nun wahnsinnig gespannt auf die Protagonisten des neuen Krimis. Ich wurde nicht enttäuscht. Auch in »Die Alpen sehen und sterben« legt Isabella Archan sehr viel Wert auf ihre Charaktere und zaubert wieder außergewöhnliche Personen aus dem Hut, die den Kriminalroman wirklich zu etwas besonderen machen. Gekonnt baut sie den Spannungsbogen zu Beginn der Geschichte mit dem kaltblütigen Mord an einen jungen Mann auf und hält ihn dann über die skurrile Beziehung von Täter und Zeugin auf einem ständig hohen Niveau. Sie arbeitet hier viel mit den Gedanken und den Gefühlen, die die Protagonisten antreiben und konstruiert eine komplexe und aus meiner Sicht nur sehr schwer vorhersehbare Geschichte, die auch mit einem gelungenen Ende aufwarten kann.

Für mich hat Isabella Archan auf ein Neues bewiesen, dass sie das Talent hat, den Leser in den Bann zu ziehen und den Verlauf der Geschichte auch über ihre außergewöhnlichen Charaktere lange im Dunklen zu halten. Gerade, wenn man sie schon einmal live bei einer Lesung erlebt hat, kann man nachvollziehen, wie sehr sie in ihren geschaffenen Protagonisten aufgeht. Ich empfehle »Die Alpen sehen und sterben« sehr gerne weiter und bewerte den Kriminalroman, der aus der großen Masse des Genres hervorsticht, mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Eine hochspannende Story, die fesselt und dich zwingt, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.

Eine vor Jahren geborene Idee von Sebastian Fitzek – 3 Jahre harte Arbeit von Vincent Kliesch – du wirst das Buch lieben.

Eine hochspannende Story, die fesselt und dich zwingt, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Und das Ende – als hätte es Fitzek selbst geschrieben. Mega fies und zum „Autorwürgen“.

Da ist Jula, eine junge Journalistin und Podcasterin, die vor einigen Jahren ein Trauma erlebt hat. Sie wurde vergewaltigt und der Vergewaltiger soll ihr Bruder gewesen sein, der sich in seiner Untersuchungshaft erhängt hat. Aber Jula weigert sich, das zu glauben und fängt an, sich mit Justizirrtümern zu beschäftigen und diese zu veröffentlichen. Dabei stößt sie auf Matthias Hegel, einen genialen forensischen Phonetiker – genannt „Auris“, der für einen Mord an einer Obdachlosen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Irgendetwas kommt Jula an seinem Fall seltsam vor; sie glaubt nicht daran, dass Matthias schuldig ist, obwohl dieser den Mord gestanden hat. Sie beginnt mit ihren Recherchen, obwohl sich Matthias weigert, ihr ein Interview zu geben und sie später sogar ausdrücklich warnt, ihre Recherchen fortzusetzen. Jula hält sich nicht daran und setzt damit furchtbare Ereignissen in Gang.

Man fliegt durch dieses Buch. Die Geschichte ist extrem gut durchdacht, die Charaktere sind – je nach Rolle – lebendig und überaus plastisch (sympathisch oder eher nicht) dargestellt. Man fiebert und bangt mit Jula und begleitet sie von einer Extremsituation zur nächsten. Die Geschichte ist voller überraschender Wendungen und man muss wirklich aufpassen, um dem Faden nicht zu verlieren, zumal der Autor auf unnötige Ausschmückungen gänzlich verzichtet.

Wer ist schuldig – wer ist unschuldig?
Wer sagt die Wahrheit – wer lügt?
Wer ist der Täter – wer ist das Opfer?
Was ist Wahrheit – was ist Fiktion?

Fragen über Fragen, die auch am Ende nicht vollständig aufgelöst werden. Du hast das Buch in der Hand … es ist zu Ende und du denkst: Das darf nicht wahr sein. GsD gibt es schon eine Leseprobe von „Aurelia“, der Fortsetzung. 3 Jahre Wartezeit, die ich nicht überleben würde, wird es also wohl nicht geben g.

Uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Leser, die auch mit wenig Blut auskommen.

Spannung mit interessanten Charakteren

Matthias Hegel ist Phonetiker und kann nur durch sein Gehör erkennen, ob ein Mensch lügt oder nicht. Und darüber weit hinaus. Deswegen wird er unter seinen Kollegen auch Auris genannt.

Nach einem Einsatz, bei dem er zwei Kinder rettet, stellt er sich bei seinen Kollegen und gesteht den Mord an einer Obdachlosen.

Ein Jahr nach seiner Verhaftung wird die Podcasterin Jula Ansorge auf den Fall aufmerksam und ist fest von seiner Unschuld überzeugt. Nun versucht sie gegen alle Widersprüche, den wahren Täter zu entlarven und Hegel aus dem Gefängnis zu holen.

Als großer Sebastian-Fitzek-Fan bin ich natürlich schnell auf das Buch aufmerksam geworden. Die Idee des vermeintlich unschuldigen Forensikers im Gefängnis ist nicht neu aber auf jeden Fall gut aufgegriffen.

Jula ist eine junge Frau, die nach einem Verbrechen, für das ihr Bruder verantwortlich sein soll, ihr ganzes Leben der Suche nach möglichen Justizirrtümern widmet. Sie wird angespornt durch die Steine, die man ihr in den Weg legt. Sie hat Biss, einen eigenen Kopf und weiß, was sie will. Ihre Motive sind nachvollziehbar. Gut finde ich auch, dass sie Hilfe annimmt und nicht alles alleine machen will.

Matthias Hegel ist gerade am Anfang sehr arrogant und will nicht, dass ihn jemand aus dem Gefängnis holt. Sein Motiv für diese Entscheidung bleibt auch lange verborgen.

Selbst das Ende hatte ich so nicht erwartet und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es nächstes Jahr mit Aurelia weitergeht.

Sprachlich ist es jetzt keine ganz große Literatur, aber das erwarte ich bei einem Krimi oder Thriller auch nicht. Trotzdem regt das Buch an, mitzudenken.

Ermittlung mit den Ohren

Auris, Thriller von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek, 352 Seiten, erschienen im Droemer Knaur Verlag. Spannender Thriller aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren.

Mathias Hegel ist akustischer Profiler, genannt „Auris“, (= lat. das Ohr), schon die Stimme eines Täters genügt ihm, Rückschlüsse auf seine Herkunft, Aussehen und Psyche zu ermitteln. Doch nun sitzt er selbst in Haft, verurteilt für einen Mord an einer Obdachlosen, den er selbst gestanden hat.

Jula Ansorge ist True-Crime-Podcasterin und sie zweifelt an Hegels Schuld, deshalb will sie diesen Fall zum Thema ihres Podcasts machen und den Fall aufklären. Sie will gegen seinen Willen hinter den Grund seines Mordgeständnisses kommen. Je mehr sie in diesem mysteriösen Fall recherchiert, desto tiefer begibt sie sich nicht nur selbst in Todesgefahr, sondern auch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist.

Am Anfang steht ein Vorwort von Sebastian Fitzek, der beschreibt, wie es zur Zusammenarbeit mit Kliesch und zum Entstehen dieses Thrillers kam. Fitzek erklärt hier die Umstände sehr witzig, trotzdem ist mir nicht ganz klar, warum er nicht selbst dieses Buch geschrieben hat.

Dieses Buch habe ich sehr schnell gelesen, 79 kurze knackige Kapitel, Kliesch schreibt in der auktorialen Erzählweise, der Überblick über das Geschehen ist dadurch hervorragend gewährleistet, die schlagfertigen Wortwechsel und der flüssige Schreibstil lockern den Plot auf, Gedanken, Chat-Verläufe sind durch andere Schriftarten hervorgehoben. Klieschs bildmalerische Art zu schreiben, hat die Lektüre mit Bildern im Kopf begleitet, Sätze z.B. auf S. 9: „Die kastaniengesäumte Einbahnstraße war für sorglos abgestellte Kinderfahrräder geschaffen, für verschiedenfarbige Tonnen der mülltrennenden Nachbarn, für Flugblätter an der Baumrinde … oder: „Das Sonnenlicht fiel aus einem kinderbuchblauen Himmel …“ Mein Lieblingssatz auf Seite 14: „Wenn man als einziges Werkzeug einen Hammer besitzt, wird jedes Problem zu einem Nagel“.

Die Spannung beginnt schon im ersten Kapitel als „Auris“ es durch seine phänomenalen Fähigkeiten schafft, zwei Kinder aus der Gewalt eines Geiselnehmers, zu befreien, was mich sofort in Lesefluss kommen ließ. Kliesch verfolgt in seinem Werk einen Kurs voller Überraschungen, was nicht immer schlüssig war. Die Charaktere, ausgenommen Elyas, der Bruder von Jula, waren allesamt nicht besonders sympathisch, der Superermittler mit dem Knacks, die taffe Journalistin, mit der eigenen tragischen Geschichte im Hintergrund, alle Klischees wurden bedient. Der Plot ist zwar spannend aber nicht immer nachvollziehbar, das Ende hielt für mich zu viele unvorhersehbare Wendungen bereit, was den Leser m.M. nach komplett überfordert. Die endgültige Aufklärung blieb der Autor seiner Leserschaft jedoch schuldig. Hier wurde schon der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit Hegels mit Jula gelegt. Trotzdem lese ich lieber Thriller, in denen auf den letzten Seiten ein befriedigendes Ende auf mich wartet. Leider konnte mich dieses gemeinschaftliche Werk der beiden Thrill-Spezialisten nicht begeistern, für die Fans von Fitzek oder Kliesch sicher ein Muss, ich selbst werde einen weiteren „Auris-Band“ vermutlich nicht mehr lesen. Von mir 3 Sterne von 5 möglichen.

Rätselhaft

Matthias Hegel, genannt Auris, ist akustischer Profiler bei der Kriminalpolizei in Berlin. Dem berühmten Professor gelingt es immer wieder mit Hilfe seines Gehörs Verbrecher zu überführen. Gerade noch konnte er zwei Kinder aus den Händen eines Geiselnehmers befreien, doch dann gesteht er selbst einen Mord an einer Obdachlosen.

Der Fall weckt die Neugierde der True-Crime-Podcasterin Julia Ansorge. Zwei Jahre zuvor musste sie während einer Reise nach Argentinien einen schweren Schicksalsschlag ertragen. Sie wurde vergewaltigt. Sie ist fassungslos, als man ihr einige Tage später den Täter nennt: Ihr Bruder Moritz der mit ihr die Reise unternommen hat. Bevor sie jedoch Kontakt mit ihm aufnehmen kann, wurde ihr mitgeteilt, dass Moritz sich in seiner Gefängniszelle erhängt hat.

Dieses Trauma nimmt sie jetzt in Berlin zum Anlass, sich mit dem Fall von Auris zu beschäftigen. Aus ihrer Sicht ist Matthias Hegel unschuldig. Sie versucht mit allen Mitteln diesen Fall aufzuklären.

Meine Meinung:
Die Story ist am Anfang spannend geschrieben. Jula ist sehr temperamentvoll und lässt sich nicht einschüchtern. Die Beschreibung von dem Phonetiker Matthias Hegel fand ich teilweise unglaubwürdig, wer kann schon anhand der Stimme, Krankheiten einer Person erkennen?? Weiterhin empfand ich die Story als verworrenes Katz-und-Maus-Spiel, was ja nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Allerdings kamen mir die Protagonisten zwischenzeitlich etwas albern vor.

Fazit:
Der Leser erfährt bis zum Schluss nicht die Wahrheit. Alles in allem macht das Buch aber doch sehr neugierig auf den Fortgang der Geschichte. Ich freue mich schon auf den 2. Teil.